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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Ringen um Hallenzeiten

08.01.2019
Errang im Jahr 2014 den Frauen-Weltmeistertitel: Aline Focken aus Deutschland (links) im Kampf gegen die Österreicherin Martina Kuenz (rechts) BILD: Bernd Thissen

Der Ringsport in Deutschland und der Welt

Ringen gab es als sportlichen Wettkampf bereits im antiken Griechenland. Damals traten die Gegner nackt gegeneinander an.

Sowohl in den antiken als auch in den Olympischen Spielen der Neuzeit ist Ringen Disziplin.

Erster Olympiasieger im Ringen ist bei den Spielen der Neuzeit im Jahr 1896 der Deutsche Carl Schuhmann geworden.

Im Jahr 2013 wurde die Sportart aus dem olympischen Programm gestrichen. Nach vielfältigen Protesten, unter anderem durch den russischen Präsidenten Vladimir Putin, war Ringen drei Monate später wieder olympisch.

Deutsche Meisterschaften im Ringen gibt es seit 1893 (Sieger war Hubert Schwerger). Seit 1994 treten auch Frauen um den nationalen Meistertitel an.

„Delikhoun: Ein Ringer der nicht zu halten ist“, lautete vor mehr als 30 Jahren die Überschrift eines Artikels über den wohl erfolgreichsten Ringer aus Westerstede. Rahmkhoda Delikhoun, der meistens einfach nur Mahmoud genannt wird, war mehrfacher Bezirks-, Niedersachsen- und auch Norddeutscher Meister. Und auch bei den Internationalen Ringmeisterschaften im Jahr 1972 setzte sich Delikhoun in seiner Gewichtsklasse durch.

Ringen soll zurückkehren

Gerne würde der Sportler, der seit 1982 in Westerstede lebt und von 1983 bis ins Jahr 2000 die Ringabteilung der TSG Westerstede trainierte, den Sport zurück in die Kreisstadt bringen. „Bisher hat es aber noch nicht geklappt“, sagt der 70-Jährige.

Das Problem sei jedoch nicht das mangelnde Interesse am Ringkampf. „Ich habe etwa 40 Personen aus Westerstede, die trainieren wollen“, sagt Delikhoun. „Die fragen mich immer wieder, wann es losgehen kann.“ Und wenn es nach ihm ginge, würde das Training bereits laufen. „Leider ist es nicht so einfach, Hallenzeiten in einer der Westersteder Sporthallen zu bekommen“, erklärt er.

Hallenzeiten werden vergeben

Die Westersteder Sporthallen werden über das Hössensportzentrum verwaltet. Betriebsleiter Jens Rößler erklärt, wie die Hallenzeiten vergeben werden: „Grundsätzlich können wir Hallenzeiten nur an Vereine vergeben, die über den Kreissportbund organisiert sind.“ Das schreibe die Stadt Westerstede vor. Sie finanziert die Hallen.

Hier trainiert Westerstede: Hössen-Sportzentrum an der Jahnallee BILD: Imke Harms

Die Hössen-Sporthallen

Sporthalle Brakenhoffschule: Großraum-Halle mit drei Feldern sowie ausfahrbarer Tribüne für rund 500 Personen.

Sporthalle Gymnasium: Eine Einfeldhalle, die aufgrund ihrer Ausstattung vor allem für Basketballvereine geeignet ist.

Sporthalle Halsbek: Die Halle bietet Platz auf zwei Feldern.

Sporthalle Hössen: Dreifeldhalle, die über spezielle Matten für den Judosport verfügt, mit denen ein Drittel der Halle ausgelegt werden kann. Es gibt zudem eine Tribüne für bis zu 500 Personen.

Sporthalle Ocholt: Hier kann auf zwei Feldern Sport getrieben werden.

Sporthalle Robert-Dannemann-Schule: Eine klassische Dreifeldhalle.

Sporthalle Grundschule Wechloy: In dieser Halle wird auf zwei Feldern Sport getrieben.

Turnhalle Hössen: Eine Einfeldhalle, die wie die Hössen-Sporthalle über spezielle Matten für den Judosport verfügt.

Wenn diese Voraussetzung erfüllt sei, müsse man sehen, an welchen Tagen und zu welchen Uhrzeiten freie Hallen zur Verfügung stehen. „Dabei ist klar, dass unter der Woche der Zeitraum von 18 bis 22 Uhr der gefragteste ist“, so Rößler. Zu anderen Zeitpunkten sei die Lage hingegen entspannter.

Verschiedene Ausstattung

Ein weiteres Problem beim Finden von Hallenzeiten ist die Ausstattung der jeweiligen Sportstätte. „Nicht jede Sportart kann in jeder Halle ausgeübt werden“, erklärt Detlef Lutter, Vorsitzender des Sportvereins TSG Westerstede, mit der Rahmkhoda Delikhoun bereits im Gespräch stand.

„Für das Ringen brauchen die Sportler Matten, die es nicht in jeder Halle gibt. Die Turnhalle Hössen, in der es solche Matten gibt, ist zu den Stoßzeiten allerdings schon belegt, weshalb es mit einem Termin für die Ringer bisher nicht geklappt hat“, beschreibt Lutter die bedauerliche Situation. Die TSG sei immer daran interessiert, das sportliche Angebot im Verein auszubauen.

Lizensierte Übungsleiter

„Wir erwarten von den Sportgruppen allerdings, dass sie feste Übungszeiten anbieten und lizensierte Übungsleiter haben, die das Training betreuen“, erklärt Lutter weiter. Der Verein prüfe derzeit, ob es möglich ist, zwei weitere Sportgruppen zu etablieren. Es handle sich dabei um eine Trampolin- und eine Aikido-Gruppe. Das Ringen um die Hallenzeiten geht also weiter.

Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
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