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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Eckbälle entscheiden Ammerland-Derby

05.11.2018

Wiefelstede /Rastede Kurz nach dem Abpfiff hatte sich ein Kreis aus blauen Trikots in der Mitte des Spielfeldes gebildet. „Derbysieger, Derbysieger“ schallte es von den Rasteder Fußballern in Richtung des immer dunkler werdenden Himmels. Kurz zuvor hatte sich der FC im wichtigen Bezirksliga-Derby beim SVE Wiefelstede knapp mit 2:1 durchgesetzt – und den Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze etwas verkürzt.

Dabei hatten die Gastgeber den besseren Start erwischt und waren nach zehn Minuten in Führung gegangen. Ein abgefälschter Schuss landete vor den Füßen von Christoph Oltmanns, der die Hausherren in Front brachte – und in der Blitztabelle kurzzeitig an den Gästen vorbei beförderte. „Die Entstehung der Führung war sicherlich etwas glücklich, aber wir haben es in den ersten zehn bis 15 Minuten ganz gut gemacht“, fand Wiefelstedes Trainer Mario Anderer. Wirklich lang hielt der Vorsprung seiner Truppe aber nicht an. Nur 13 Minuten später sorgte Rastedes Tobias Rosinski für den Ausgleich. Nach einer Ecke von der linken Seite sprang SVE-Torhüter Tammo Rothe unter dem Ball durch, Rosinski nutzte die Chance. „Wir hatten vor dem Spiel extra vor den Rasteder Standards gewarnt“, ärgerte sich SVE-Trainer Mario Anderer, dessen Laune sich in der 37. Minute nicht wirklich verbesserte.

Wieder war es ein Eckball, der nun auf dem Kopf von Frerk Janssen landete – und sich von dort den Weg zwischen Pfosten und dem erneut etwas unglücklich ausschauenden Keeper Rothe ins Tor bahnte. „Wenn man in einem Spiel ein Gegentor nach einer Standardsituation kassiert, kann das passieren. Aber beim zweiten erwarte ich eigentlich, dass man aggressiver verteidigt oder den Pfosten besetzt“, schimpfte Mario Anderer. „Da waren wir einfach zu naiv.“

Fußballerisch war das Duell zwischen dem Tabellenletzten und -vorletzten ohnehin auf schwachem Niveau. Auch nach dem Seitenwechsel agierten beide Mannschaften in der Vorwärtsbewegung extrem fehleranfällig, viele Zweikämpfe wurden im Mittelfeld geführt. Dazu sorgten eine Menge an ungenauen Pässen für kaum vorhandene Offensivaktionen aus dem Spiel. Dafür wurde auf beiden Seiten beinahe jede Schiedsrichterentscheidung diskutiert – Fußball-Feinschmecker kamen nicht auf ihre Kosten. Wirklich gefährlich wurde es im zweiten Abschnitt – wie schon bei den beiden Rasteder Toren – nur durch Standards.

So hatte der SVE, nach einem Foul an der Strafraumkante, aus zentraler Position die Chance auf den Ausgleich (57. Minute). Doch der Schuss von Niklas Stahmer landete auf der Latte. Die zweite gute Möglichkeit der im zweiten Abschnitt bemühten Hausherren hatte ebenfalls Stahmer. Er köpfte den Ball nach einer Ecke über das Tor. „Wir haben in der zweiten Halbzeit Druck bis zum Strafraum gemacht. Dort hat dann aber der letzte Pass gefehlt“, sagte SVE-Coach Anderer.

Rastede machte seine Aufgabe in der Defensive dagegen solide – und verteidigte die knappe Führung über die Zeit. „Ich denke, unser Sieg geht nach der ersten Halbzeit in Ordnung“, resümierte Rastedes Trainer Sven de Groot. „Wir haben es in der zweiten Halbzeit defensiv gut gelöst und keine klaren Chancen zugelassen.“ Ein besonderes Lob erhielt Tobias Rosinski. „Er hat nicht nur das Tor erzielt, sondern sehr viele Zweikämpfe im Mittelfeld gewonnen“, so de Groot. Die drei Punkte könnten im Kampf um den Klassenerhalt dazu ungemein wichtig werden. De Groot: „Jeder Sieg kann in dieser Saison entscheidend sein. Wir denken von Spiel zu Spiel“, sagte er vor dem Duell mit dem Tabellenzweiten Wildeshausen am kommenden Wochenende.

Wiefelstede bleibt Tabellenschlusslicht und hat durch die Niederlage nun einen Rückstand von vier Punkten auf den FC. „Spielerisch machen wir von Partie zu Partie einen Schritt nach vorne“, lobte der SVE-Trainer dennoch: „Wir müssen jetzt einfach weiter arbeiten.“

Sönke Spille
Volontär, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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