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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Der Schützen-Präsident tritt ab

30.01.2019

Wiefelstede Das 125-jährige Bestehen des Schützenvereins Wiefelstede hat er 2018 als Präsident noch mitgestaltet und mitgefeiert, sogar Jubiläumsschützenkönig ist er da geworden. „Mehr geht nicht“, sagt Dirk Siemen. Seit 1994 steht er dem Verein nun vor, bei der Jahreshauptversammlung am Montag, 4. März, wird der 66-Jährige das Amt abgeben. „Nun sollen die jungen Leute ran“, sagt er.

Den Vorstand hatte Siemen rechtzeitig schon vor Jahren verjüngt und Andre Koch und Marten von Lienen als 2. und 3. Vorsitzenden ins Boot geholt. Und seit zwei Jahren ist zumindest dem Vorstand bekannt, dass nach dem Jubiläum Schluss sein sollte, erzählt der Wiefelsteder, der dem Verein 1967 als 15-Jähriger beitrat und dort bis zur Wahl zum Präsidenten nie ein Vorstandsamt bekleidet hatte. Siemen war Sportleiter des Vereins von 1969 bis 1975 – und von 1975 bis 1990 auch Hallenwirt in der Schützenhalle.

Ein Loch im Herzen hatte Siemen sportliche Aktivitäten in seiner Jugend unmöglich gemacht. Schießen jedoch, das ging, hatte auch der bereits verstorbene damalige Sportleiter Renke Brunken seiner Mutter erzählt. „So kam ich in den Verein“, erinnert sich Siemen an die Anfänge. Erst mit 21 wurde er erfolgreich operiert.

1994 – einen Monat vor der Jahreshauptversammlung – bekam Siemen zu Hause Besuch vom damaligen Präsidenten Ingo Zimmermann und „Vize“ Klaus Seidel (beide bereits verstorben). Als sie wieder gingen, hatte der damals 42-Jährige zugesagt, die Nachfolge Zimmermanns anzutreten. Wenn er nun am 4. März abtritt, dann wird er genau 25 Jahre im Amt gewesen sein – und in der Zeit seiner Präsidentschaft viel bewegt haben.

„Seine große Begabung ist, zu delegieren und die richtigen Leute an die richtige Position zu stellen“, heißt es im Verein. Das gilt ganz besonders für die Wiefelsteder Jugendarbeit. Als Präsident gab Siemen den Jugendbetreuern Burkhard Tönjes und Monika Strothmann freie Hand, delegierte eben. Gemeinsam mit ihren Helfern haben sie attraktive Bedingungen für den Nachwuchs geschaffen und ihn mit Grillabenden, Weihnachtsfeiern und anderen Rahmenveranstaltungen zusätzlich an den Verein gebunden. „Nach und nach haben wir damals erst einmal neue Gewehre angeschafft“, erinnert sich Siemen. 2010 wurde der Verein als erstes Talentnest des Nordwestdeutschen Schützenbundes im Ammerland zertifiziert. Heute gehören ihm 40 aktive Kinder und Jugendliche vom Lichtpunktschießen bis zu den Junioren an – und räumen damit dem Schützenverein Wiefelstede auch in diesem Punkt eine Vorrangstellung im Ammerland ein. „Die Jugend ist schließlich die Zukunft des Vereins“, sagt der Präsident.

Seit 1998 organisiert Dirk Siemen auch die jährlichen Fahrten zur Deutschen Meisterschaft – für die Schützen und die Wiefelsteder Schlachtenbummler. Die Zahl der dort teilnehmenden Schützen hat sich bis heute deutlich vervielfacht: 13 bis 17 Schützen nahmen in den vergangenen Jahren an der „Deutschen“ in München-Hochbrück teil. Und auch die Mitgliederzahl im Verein hat sich von gut 460 im Jahr 1994 auf nun 660 sehr gut entwickelt.

Mit der Gründung des Eventteams des Vereins unter der langjährigen Federführung von Gerd Martens hat sich auch das Wiefelsteder Schützenfest unter Siemens Präsidentschaft zu einem der größten in der Region entwickelt. „Das Team hat es geschafft, die Jugend ans Fest zu binden“, lobt Siemen.

Die Modernisierung des Schießstandes in den Jahren 2012/13 war die größte Baumaßnahme in seiner Amtszeit. Der Stand erfüllt alle modernen Anforderungen und war dann 2014 auch Austragungsort des Bundeskönigsschießens. Schützen aus den bundesweit 20 Landesverbänden traten dabei in Wiefelstede an.

Dirk Siemen erhielt zahlreiche Auszeichnungen des Deutschen Schützenbundes, des Nordwestdeutschen und des Oldenburger Schützenbundes zuletzt 2013 auch das Ehrenkreuz in Bronze des Nordwestdeutschen Schützenbundes.

Natürlich geht er als Präsident auch mit einem weinenden Auge, sagt er. Aber wenn der neue Vorstand es wünscht, dann sagt er seine Unterstützung zu. „Einige Ideen schwirren mir da noch im Kopf herum“, sagt er.

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