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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Crossfit als Training für Körper und Geist

17.08.2019

Wiefelstede Wenn Michael Bentjen aus Wiefelstede in seinen Garten geht, dann eher selten, um auf der Terrasse ein gutes Buch zu lesen oder in der Sonne zu liegen. Der 52-Jährige, der als Physiotherapeut im Evangelischen Krankenhaus Oldenburg arbeitet, lebt hier seine Leidenschaft aus – Crossfit. Nachdem er den Sport vor rund vier Jahren für sich entdeckte, wollte er mehr. „Ich war sofort angefixt und wollte am liebsten fünf Mal die Woche zum Training gehen. Und dann habe ich angefangen, mir zuhause so eine Crossfit-Ecke einzurichten“, sagt Bentjen. Langhanteln, Kettlebells, Sandsäcke, eine Klimmzug­stange – Michael Bentjen hat sich gut eingerichtet, um seinen Sport auszuüben.

„Ich würde allerdings jedem raten, erstmal mit professioneller Hilfe zu trainieren“, sagt der Physiotherapeut. Denn: Crossfit ist alles andere als einfach. Das funktionelle Training, das in den USA entwickelt worden ist, verbindet Ausdauer, Krafttraining und Leichtathletik miteinander und wird als eine Art Zirkeltraining ausgeübt. Kraft, Koordination, Beweglichkeit und Schnelligkeit – der Körper wird auf verschiedene Weisen gefordert.

„Um sich dabei nicht zu verletzen, ist es wichtig, langsam und kontrolliert anzufangen. Es geht absolut nicht darum, der beste oder schnellste zu sein“, erklärt Bentjen. Dabei spricht er aus Erfahrung: „Am Anfang war ich nach dem Aufwärmen schon komplett am Ende.“ Beim Crossfit gehe es vor allem darum, immer wieder persönliche Grenzen zu erreichen und auch zu überschreiten. „Nur weil es schwer wird, gibt man nicht auf. Man muss schon Lust darauf haben, sich zu quälen“, sagt der 52-Jährige.

Burpees, Klimmzüge, Kettlebell-Snatches, Liegestütze – einzelne Übungen setzen sich zu sogenannten WODs (Training des Tages) zusammen, die ein Trainer zusammenstellt. Michael Bentjen macht das meist selber und stellt sich seine Übungen nach Belieben zusammen. „Dann führe ich die Übungen in einer bestimmten Zeit so oft aus, wie ich schaffe und wiederhole das über mehrere Runden. Das geht ganz schön auf die Pumpe“, weiß er.

Etwas ganz Besonderes sind die Hero-WODs – Trainingseinheiten, die man einer bestimmten Person widmet. „Das kommt eigentlich aus dem Militärischen, um zum Beispiel gefallene Soldaten zu ehren“, sagt Bentjen. Und auch er versucht sich daran: „Ich habe im Krankenhaus elf Monate lang mit einem Patienten gearbeitet. Er war ein richtiger Kämpfer.“ Vor Kurzem starb sein 22 Jahre alter Patient. „Er hat nie aufgegeben und mich extrem beeindruckt“, sagt Bentjen. Deshalb möchte der Physiotherapeut seinem verstorbenen Patienten ein solches Hero-Workout widmen und ihn ehren. „Es ist ein schöner Gedanke, jemanden auf die Art in Erinnerung zu behalten“, sagt Bentjen.

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