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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Wimbledon als Initialzündung

29.08.2009

WIEFELSTEDE Das außerordentliche Talent von Vivian Heisen für den Tennissport war bereits früh erkennbar. Schon 2002 gelang ihr als Achtjährige der erste Titelgewinn mit der Niedersachsenmeisterschaft auf Kleinfeld. Als sie sich dann eine Tennis-Übertragung aus Wimbledon zusammen mit ihrem Vater im Fernsehen ansah, stellte sie klar: „Papa, da will ich auch mal hin!". Zunächst belächelten ihre Eltern diesen Wunsch, doch heute steht fest: Vivian will Profi werden.

Die 15-jährige Wiefelstederin trainierte in den letzten Jahren sehr viel und sehr zielstrebig und kann bereits auf zahlreiche hochkarätige Erfolge zurückblicken. In der aktuellen Deutschen Rangliste der U-16-Juniorinnen steht Vivian auf dem 16. Platz. Andere Hobbys hat sie inzwischen für ihren Traum aufgeben. „Früher habe ich auch gerne Handball gespielt, aber dann habe ich mich für Tennis entschieden". Hin und wieder spielt Vivian aber noch Fußball bei ihrem Heimatverein SVE Wiefelstede. Für sonstige Freizeitaktivitäten bleibt kaum Zeit.

Nach der Schule fährt sie gleich nach Oldenburg. Dort trainiert sie mit zwei Spielern des Oldenburger Tennisvereins. „Ich trainiere mindestens fünfmal in der Woche. Dazu gehört auch ein umfangreiches Konditionsprogramm. Zudem gehe ich nun auch regelmäßig zu einem Physiotherapeuten,“ erzählt sie.

Wenn die 15-Jährige dann abends wieder zu Hause in Wiefelstede eintrifft, müssen noch die Hausaufgaben erledigt werden. „Abends kann ich mich besser konzentrieren, das klappt alles sehr gut. Außerdem unterstützt mich die KGS Rastede sehr.“ Die 10. Klasse wird Vivian auf jeden Fall noch beenden, dann möchte sie den großen Schritt zur professionellen Tennisspielerin wagen.

Aber Talent allein reicht nicht. Auf die Familie kommen enorme finanzielle Belastungen zu. Neben den Trainingskosten und der Ausstattung werden auch die Reisekosten sehr hoch sein. „Die Teilnahme an einer Tennis-Saison kostet ungefähr 60.000 Euro“, so Vivians Vater Lutz. Ohne Sponsoren sei das kaum zu schaffen. „Wir hoffen, möglichst schnell geeignete Unterstützung zu finden“. Die Eltern Silke und Lutz Heisen können ihre Tochter aus beruflichen Gründen nicht zu allen Turnieren begleiten, deshalb ist ein Betreuer notwendig, der sich um alles kümmert.

Aber Vivian geht mit Selbstbewusstsein ihre Karriere an. Vor einigen Wochen gewann sie ihr erstes Weltturnier, den ITF-Junior-Cup im niederländischen Almere. Pro Jahr nimmt das Nachwuchstalent an 20 bis 25 Tennis-Turnieren teil. Inzwischen steht die junge Wiefelstederin schon auf Platz 560 der Junioren-Weltrangliste.

In der letzten Saison absolvierte sie Punktspiele für den TV Visbek in der Regionalliga. Doch Vivian trifft mittlerweile kaum noch auf Spielerinnen in ihrer Leistungsstärke. Auf die Unterstützung ihrer Eltern aber kann sie zählen. „So oder so, auch wenn sie das Profi-Tennis beenden möchte, ein Anruf genügt“, betont Lutz Heisen

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