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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Wolfsrudel greift wieder an

09.07.2016

Westerstede /Detern 20 Wölfe haben sich auf dem Sportplatz Detern versammelt. Scheu ist das Rudel nicht, normalerweise aber noch deutlich größer. Die Fußballer auf dem Nebenplatz schauen neugierig herüber zu den ungewöhnlichen Besuchern. Dann wird es plötzlich laut: Ein Knall, das Ei fliegt durch die Luft, ein Pfiff – die American Footballer der Westersteder Wölfe sind ganz in ihrem Element.

„Bescheuerte Idee“

Während ihre tierischen Artgenossen seit 2006 langsam wieder in Niedersachsen Fuß fassen, sammelte Oberwolf und Headcoach Sandro Cotterli sein Rudel erstmals 2012 um sich. „Es ist Wahnsinn, was aus einer bescheuerten Idee alles entstehen kann“, blickt Cotterli zurück und lacht. Anfangs hatte er mit einem Kollegen während der Arbeitspausen im Außenbereich des Klinikums nur ein paar Bälle werfen wollen. Neugierige kamen hinzu, das Interesse war geweckt.

Die Footballer freuen sich über neue Spieler. BILD: Puchler

Wolf werden

Die American Footballer der Westersteder Wölfe freuen sich über neue Mitspieler. Egal, ob erfahrener Spieler oder kompletter Neuling, jeder ist willkommen, betont Trainer Sandro Cotterli.

In der Regel trainieren die Wölfe dreimal in der Woche. Jeweils mittwochs und freitags ab 19 Uhr sowie an den spielfreien Sonntagen ab 11 Uhr. Die Trainingszeiten variieren zwischen zwei und drei Stunden.

Während der Saison trainieren die Footballer in Westerstede auf dem Sportplatz an der Brakenhoffschule (Von-Weber-Straße).

Weitere Informationen zu den Trainingszeiten und Trainingsorten in den Sommerferien erteilen die Wölfe auf ihrer Facebookseite oder unter der E-Mail-Adresse westersteder-woelfe@gmx.de.

Drei Heimspiele bestreiten die Wölfe noch in der Rückrunde. Am 14. August sind die Nordhorn Vikings zu Gast, eine Woche später dann die Meppen Titans. Zum Saisonabschluss empfangen die Ammerländer dann am 18. September die Emden Tigers.

Mehr Infos unter

Mehr Infos unterhttp://www.westerstede-wölfe.de/

Und dann ließ sich Cotterli zu einer unbedachten Aussage hinreißen. „Wenn wir vier Wochen in Folge zwischen 15 und 20 Leute zusammenbekommen, gehe ich los und gründe einen American-Football-Verein in Westerstede“, erinnert sich der Headcoach. Gesagt, getan: Seit April 2012 gehen die Westersteder Wölfe als Verein an den Start.

Auch vier Jahre später trifft sich das Rudel regelmäßig. Bis zu dreimal wird in der Woche trainiert. In diesem Jahr nehmen die Ammerländer auch erstmals wieder am Spielbetrieb teil und treten in der Landesliga an. „Wir haben eigene Ausrüstung, einen Platz und ein breit aufgestelltes Trainerteam. Sowas hätte ich mir nie erträumt“, zeigt sich Trainer Cotterli stolz mit der Entwicklung des Vereins. Dabei habe es natürlich auch Talfahrten gegeben.

In der Saison 2014 gingen die Wölfe mit den Emden Tigers als Northern Tribes als Spielgemeinschaft an den Start. Ein geregelter Trainingsbetrieb kam aufgrund der Entfernung nur selten zustande. Das Gebilde zebrach. Rund zwei Jahre haben die Wölfe gebraucht, um sich neu aufzustellen. 36 Spieler sind derzeit bei den Westerstedern aktiv. Im Hinblick auf die benötigte Mannschaftsgröße – mindestens elf Spieler jeweils für Offensive und Defensive, dazu noch die Specialteams, werden gebraucht – ist das Westersteder Rudel stets auf der Suche nach Verstärkung.

Besonders die „Big Men“, die großen, schweren Jungs, würden noch im Kader fehlen, sagt Cotterli: „Aber das ist ja genau das Schöne an unserem Sport. Jeder kann mitmachen. Es gibt kaum Einschränkungen. Egal, ob groß, klein oder schwer – jeder findet im Team seinen Platz.“

American Football boomt

Seit die Spiele der Nordamerikanischen Profiliga NFL auch im deutschen Fernsehen übertragen werden, erfreut sich der Sport auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Wölfe-Specialteam-Coach Michael Jalakas freut sich: „Das ist das Beste, was unserem Sport passieren konnte. Von der medialen Aufmerksamkeit profitieren natürlich auch wir.“ Regelmäßig tauchen neue Spieler beim Training auf, der Plan von einem festen Kader von 45 bis 50 Spielern scheint realistisch.

Was jetzt noch fehlt, ist der sportliche Erfolg. Die ersten fünf Partien in der Landesliga gingen allesamt verloren. Für die Wölfe jedoch kein Problem: „Uns war klar, dass wir in der ersten Saison nichts holen werden. Die Jungs verbessern sich von Spiel zu Spiel. Auch nach Niederlagen wieder aufzustehen, ist eine Charakterfrage, die das Team bisher stets positiv beantwortet hat“, lobt Cotterli sein Team.

Drei Heimspiele haben die Wölfe noch. 500 Zuschauer besuchten die erste Heimpartie im Mai. „Die Rückrunde wird noch spannend. Wir sind nicht nur in der Liga die Exoten“, sagt Cotterli und lacht: „Mit uns ist aber zu rechnen.“

Lars Puchler
Redakteur
Lokalsport Ammerland
Tel:
04488 9988 2610

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