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Hunde: Wuff! Wuff! Wuff! Wir sind die Weltsieger-Welpen

15.07.2017

Rastede Schnürsenkel mögen die kleinen Welpen besonders gerne. Kaum setzt man einen Fuß in ihr Hundereich, sausen die vier Havaneser aus allen Richtungen herbei und versuchen, die Schleifen mit ihren kleinen Mäulern aufzuziehen. Schuhe trägt Rena Marie Urban deshalb vorsichtshalber schon gar nicht mehr, wenn sie zu ihren „kleinen Mäusen“ geht. So nennt die Rastederin die vier kleinen Hunde liebevoll, die seit Mitte Mai ihren Alltag mit neuem Leben füllen.

Wie der Havaneser zu seinem Namen kam

Der Havaneser ist ein kleiner, kräftiger, niederläufiger Hund. Sein Haar ist lang, üppig, weich und vorzugsweise gewellt, heißt es im Rasselexikon des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH). Sein Gangwerk ist lebhaft und elastisch. Havaneser gelten als speziell aufgeweckt und leicht zum alarmgebenden Hund zu erziehen. Ihr Wesen wird als liebevoll und fröhlich, anziehend, bezaubernd, spielerisch und sogar etwas närrisch beschrieben. Der Havaneser liebt Kinder und spielt unentwegt mit ihnen.

Die Rasse stammt aus der westlichen Mittelmeergegend und hat sich entlang der spanischen und italienischen Meeresküste entwickelt, geht aus dem Rasselexikon des VDH weiter hervor. Offenbar wurden diese Hunde frühzeitig durch italienische Überseekapitäne in Kuba eingeführt.

Irrtümlicherweise hat die am häufigsten vorkommende Havanna-Farbe (tabakfarben) dieser Hunde dazu verleitet, Havanna, die Hauptstadt Kubas, als Ursprungsort anzunehmen. Infolge unglücklicher Umstände sind indessen alle alten Havaneser-Blutlinien in Kuba ausgestorben. Anscheinend konnten jedoch einzelne Hunde aus Kuba herausgeschmuggelt werden. Ihre Nachkommen überleben in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Zu sehr ins Herz schließen darf Rena Marie Urban ihre Havaneser jedoch nicht. Sie züchtet die Hunde, drei der Welpen hat sie bereits verkauft. Ende Juli werden sie Rastede schon wieder verlassen. Nur den vierten Welpen wird sie vorerst noch behalten, voraussichtlich im Oktober soll er aber in die USA abgegeben werden. „Die Nachfrage war riesengroß“, erzählt sie. Das verwundert jedoch kaum, ist der Vater der Hundebabys doch mehrfacher Weltsieger. Aber von vorne.

Auf den Hund gekommen ist Rena Marie Urban schon vor mehr als 40 Jahren. Mit einer Deutschen Schäferhündin fing 1973 alles an. In den folgenden drei Jahrzehnten züchtete sie diese Hunde erfolgreich. Dafür erhielt sie das Hundeführersportabzeichen in Bronze, Silber und Gold sowie Anstecknadeln mit Diamant.

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Nach einer mehrere Jahre andauernden Zuchtpause entdeckte die Ras­tederin dann im Jahr 2013 durch einen unangenehmen Vorfall die Havaneser für sich. „Bei mir zu Hause wurde eine Scheibe eingeworfen und die Polizei fragte mich, ob ich mir nicht einen Hund anschaffen wollte“, erzählt Rena Marie Urban.

So schön wuschelig

Im Internet stieß sie auf Rocky, einen wunderschönen, reinrassigen Havaneser mit cremefarbenem Fell. „Ich hatte mich sofort in ihn verliebt“, sagt sie. „Er war so schön wuschelig.“ Auch wenn Havaneser keine „Kläffer“ sind, Aufpassen können sie dennoch ausgesprochen gut, weiß die Züchterin.

Ein halbes Jahr später holte sie dann Carlo zu sich nach Hause. Der Rüde habe eine so schöne Farbe gehabt, dass sie ihn unbedingt haben wollte, erinnert sie sich. Viereinhalb Monate alt war Carlo da gerade mal. „Und er hatte so viel Angst“, weiß Rena Marie Urban noch. Doch sie habe das Potenzial in dem kleinen Havaneser gesehen. „Dafür habe ich ein Gespür“, meint sie.

Mit ihrer Eingebung lag die Ras­tederin goldrichtig. Auf Hundeschauen in ganz Deutschland wurde Carlo seit 2014 neun Mal in Folge Weltsieger. „Er kann sich wahnsinnig gut präsentieren“ , sagt Rena Marie Urban, die damit selbst Erfahrung hat. Sie war früher als Model tätig.

Im September 2014 wurde Carlo zum jüngsten Weltsieger gekürt. Damit fing alles an. Er wurde danach Niedersachsensieger, Deutschlandsieger, Europasieger und schließlich immer wieder Weltsieger in den Jahren 2015 und 2016, bewertet von jeweils anderen Punktrichtern.

In seinen Körzuchtpapieren bescheinigt ihm ein Zuchtexperte, dass seine Gesamterscheinung sehr gut sei. Carlo sei ein aufgeweckter Rüde. Sein Wesen sei top, seine Aufmerksamkeit super.

Anfang 2015 bekam Carlo Gesellschaft in seinem Rasteder Zuhause. „Da habe ich mir eine kleine Havaneser-Hündin geholt, die ich Neyla-Soley genannt habe“, berichtet Rena Marie Urban. Erst habe sie Bedenken gehabt, ob die Hündin zuchtfähig sein würde. Sie sei nämlich sehr klein gewesen. Doch Neyla-Soley entwickelte sich prächtig und machte ihrem Frauchen jetzt eine riesige Freude.

Welpen zum Muttertag

„Am 14. Mai, dem Muttertag, hatte sie ihren ersten Wurf“, erzählt Rena Marie Urban. Gleich vier Welpen kamen zur Welt. „Ich hatte gar nicht erwartet, dass sie vier bekommt“, sagt die Rastederin. Mit zweien oder dreien habe sie gerechnet, aber jetzt sei sie „sehr, sehr stolz“.

Archy the Sunny-Boy, AJ Henry-Boy, Amy-Ley-Girl und Ariva-Lisa-Girl nannte Rena Marie Urban die vier Hundebabys. Als Zusatz tragen alle Welpen die Bezeichnung „vom Drei Länder Eck“, so heißt der Zwinger der Rasteder Züchterin.

Auch wenn sie es wegen ihres Hobbys gewohnt ist, die Welpen wieder abzugeben, sagt Rena Marie Urban: „Es tut mir schon ein bisschen in der Seele weh. Aber einen behalte ich ja noch.“ Sie hofft jedoch auf weitere Würfe ihrer Hündin Neyla-Soley. Im Frühjahr 2018 könnte es wieder so weit sein. Spätestens dann muss auch Rena Marie Urban wieder acht geben auf ihre Schnürsenkel. Denn die sind bei den kleinen Hundebabys besonders begehrt als Spielzeug.


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Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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