Bad Zwischenahn/Rostrup - Viel wurde bereits diskutiert über den Streckenabschnitt der Erdgashochdruckleitung am westlichen Seeufer in Bad Zwischenahn. Um einen sicheren Betrieb dieser für die gegenwärtige und zukünftige Energieversorgung wichtigen Leitung zu gewährleisten, habe EWE Netz gewisse Sorgfaltspflichten. Gleichzeitig hätten Bürgerinnen und Bürger ein berechtigtes Interesse am Erhalt von Natur und Landschaftsbild. In diesem Frühjahr wird der Trassenabschnitt durch Probeschachtungen genau analysiert. Mit ersten Ergebnissen rechnet der Netzbetreiber zum Ende des Frühjahrs.

Thorsten Wieting, EWE Netz-Regionsleiter, weiß um die Sensibilität von Schneidearbeiten über Erdgastrassen: „Da, wo unterschiedliche Interessen berührt sind, schauen wir sehr genau hin, ob es Alternativen zum Freischneiden gibt. So machen wir es auch hier, wo es sich um einen sensiblen, landschaftlich attraktiven und von Wanderern gern besuchten Bereich handelt. Diese Erdgashochdruckleitung ist aber auch eine für den Energietransport unverzichtbare Autobahn. Die Herausforderung liegt darin, Versorgungssicherheit, Betriebssicherheit, Umwelt- und Landschaftsschutz, aber auch Wirtschaftlichkeit miteinander in Einklang zu bringen.“

Dazu ergänzt Bürgermeister Henning Dierks: „Wir haben schon frühzeitig das Gespräch mit EWE Netz gesucht und sind froh, dass der Netzbetreiber die Bereitschaft erklärt hat, nach einer Alternative zu suchen. Es handelt sich schließlich um teils sehr alte Bäume, die für die Umwelt, das Klima, die Naherholung und auch für den Tourismus eine wichtige Funktion haben. Wir möchten so viele Bäume erhalten wie möglich.“