Metjendorf - Viel Bewegung fand jetzt auf der Obstbaumwiese vor der Einfahrt zum Ole Karkpadd statt. Männer, Frauen und Kinder waren zünftig mit Gummistiefeln und Spaten versehen, um unter fachlicher Anleitung auf der Blumenwiese neben dem Neubaugebiet 32 Apfelbäume zu pflanzen. Auch Wiefelstedes Bürgermeister Jörg Pieper hatte es sich nicht nehmen lassen, den fleißigen „Obstbauern“ einen Besuch abzustatten.
Vorbereitungen im April
Die Anlage eines bepflanzten Erdwalles und einer Blühfläche waren bereits im April im Auftrag der Gemeinde Wiefelstede durch eine Fachfirma erfolgt. Die aktuelle Baumpflanzaktion wurde von Jens-Gert Müller-Saathoff, Ratsmitglied der Grünen, sowie dem Anwohner und gelernten Gärtner Heiko Ahlrichs geplant und organisiert.
Die Vorhaben der Naturschutzbehörde für die Baumbepflanzung ließen Raum für eigene Wege und Detailplanungen. „Die Bäume stehen in Reih und Glied, Maschinen zur Pflege können effektiv und somit nachhaltig eingesetzt werden – ganz abgesehen von der ästhetischen Wirkung einer blühenden Apfelallee“, so Ahlrichs. Zudem bietet das freie Feld zwischen den Reihen einen idealen Platz für Blüh- und Kräuterwiesen. Vom Sommer- bis zum Winterapfel.
Neben vielfältigen alten und neuen Apfelsorten sorgen auch andere Früchte für eine große Vielfalt. Sorten mit Bedeutung für das Wild stehen im hinteren ruhigeren Bereich, Sommeräpfel und andere Obstarten für den Direktverzehr stehen vorne.
Suchaktion zu Beginn
Die Baumpflanzung startete zunächst mit einer großen Suchaktion. Anhand zugeloster Kärtchen mit den Obstsortennamen mussten die zugehörigen Bäume aus einem großen Haufen herausgesucht werden. Für die Kinder war das aufregend, aber sie erwiesen sich als sehr zielstrebige Helfer. Nachdem jede Pflanzengruppe ihren richtigen Baum gefunden hatte, ging es dann aber sehr schnell. Heiko Ahlrichs hatte zuvor die professionelle Baumpflanzung an einem Beispiel demonstriert. Eine große Unterstützung gab es vom Anwohner Hans-Gerd Schulte. Er hatte die Pflanzstellen mit einem Minibagger einen Meter tief vorgelockert.
„Leider mussten wir unsere Einladungen auf die unmittelbaren Anwohner begrenzen“, so Mitorganisator Jens-Gert Müller-Saathoff, „das ist leider der Pandemie geschuldet. Die Obstbaumwiese soll aber allen Metjendorfern dienen.“
