Bad Zwischenahn - Dem Südufer ist Dr. Petra Schönrock-Nabulsi treu geblieben. Hatte sie in der Röpersbergklinik zuletzt acht Jahre lang Blick auf den Ratzeburger See, schaut die 55-Jährige künftig auf das Zwischenahner Meer. Im Reha-Zentrum ist die Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie, Sozialmedizin und Rehabilitationswesen neue Chefärztin der Klinik für Onkologische Rehabilitation.
„Wir sind überaus glücklich, dass wir die Stelle so qualifiziert besetzen konnten“, betonte Kurdirektor und Geschäftsführer Peter Schulze. „Geeignete Personen sind sehr rar gesät.“ Umso mehr freue man sich, dass man „die ärztliche Kompetenz des Hauses stärken konnte“, ergänzte Bürgermeister Arno Schilling. Schulzes Dank galt in diesem Zusammenhang Dr. Martin Steder, der die Klinik seit dem Weggang von Dr. Timm Dauelsberg kommissarisch geleitet hatte.
Schönrock-Nabulsi wechselt in einer Zeit ans Zwischenahner Meer, in der die Erweiterung der Onkologie-Sparte ins Haus steht. Aus den derzeit 72 Betten (hinzu kommen acht ambulante Plätze) sollen mehr als 100 werden. 2006 habe man die Onkologische Rehabilitation „als zweites Standbein“ gegründet, blickte Schulze zurück. Das sei absolut richtig gewesen, betonten Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Mickelat und der Ärztliche Direktor des Reha-Zentrums, Dr. Günter Dietz. Dieser hob die gute Kooperation der beiden Sparten Orthopädie und Onkologie hervor, von der auch die Patienten profitieren würden.
Der Bedarf nach Rehabilitation nach einer Krebserkrankung werde wachsen, betonte Schönrock-Nabulsi. Dank der Früherkennung seien immer mehr Krebserkrankungen heilbar. Als Folge der sehr intensiven Therapie erhalte aber auch die Reha einen immer größeren Stellenwert. Aufgabe der Reha-Klinik sei es, so Mickelat, den Menschen durch Behandlung wieder Lebensfreude zuteil werden zu lassen.
Ein Anliegen sei auch, so die 55-Jährige, den Bereich Hämatologie zu stärken. „Ich bin guter Dinge, mein Know-How hier einbringen zu können.“ Für Zwischenahn habe „das gesamte Paket“ gesprochen. Vor allem reize aber die geplante Erweiterung. Die Chefärztin bring dafür die nötige Erfahrung mit: In Ratzeburg hatte sie die Erweiterung von 140 auf 180 Betten mitverantwortet und umgesetzt.
