Weitere 15 Flüchtlinge sind am Montag in der Gemeinde Rastede eingetroffen. Angekündigt wurde ihre Ankunft kurzfristig am vergangenen Mittwoch vom Landkreis Ammerland. So musste zügig der bereits als Flüchtlingsunterkunft vorgesehene ehemalige Kindergarten in Neusüdende wohnlich hergerichtet und ausgestattet werden.

Es galt, innerhalb kurzer Zeit Haushaltsutensilien wie Geschirr und Töpfe aber auch Kleinmöbel zur Verfügung zu stellen. Dem Außendienstmitarbeiter Rabih Hassoun gelang es dabei, bei einem in Oldenburg ansässigen schwedischen Möbelhaus noch acht Etagenbetten zu ordern, die auch prompt geliefert wurden. Um den Aufbau der Betten noch vor der Ankunft der Flüchtlinge gewährleisten zu können, bat Geschäftsbereichsleiter Fritz Sundermann um tatkräftige Unterstützung im Rathaus.

Spontan erklärten sich neun Kollegen sowie die Ratsmitglieder Alexander von Essen, Gerd Langhorst und Rüdiger Kramer bereit, am Freitagnachmittag mit anzufassen. Nach knapp drei Stunden hatten die Helfer alle Betten aufgebaut und mit Bettzeug überzogen.

Zur Vortragsveranstaltung begrüßten 62 Senioren der Senioren Union Rastede den CDU-Bundestagsabgeordneten Stephan Albani und Mitglied Franz Keil. In seinem „Bericht aus Berlin“ wies Albani darauf hin, dass in Regierung und Parlament auf allen Feldern gearbeitet werde. So wurde beispielsweise die Pflegereform 2016/2017 verabschiedet. Gleichzeitig werde alles versucht, um die Flüchtlingsströme in den Griff zu bekommen.

In der anschließenden Diskussionsrunde wurden unter anderem das in unserem Grundgesetz verankerte Asylrecht und die Anerkennung als Flüchtling nach der Genfer Flüchtlingskonvention angesprochen. Zu weiteren Fragen erklärte Stephan Albani, dass es keine absolut sicheren Landesgrenzen geben kann und, dass die Zahl der in diesem Jahr in Deutschland zu erwartenden Flüchtlinge wohl an die Million heranreichen werde.

Im zweiten Teil der Veranstaltung entführte Franz Keil die 62 Senioren in einem Filmbericht von Wittenberg über Dresden in den Kurort Komarno an der Donau.