Edewecht - Bereits Anfang April hätte die Aktion stattfinden sollen, krankheitsbedingt musste sie jedoch verschoben werden. Jetzt konnten Mitglieder der Edewechter Ortsgruppe des Naturschutzbundes (NABU) Deutschland auch in ihrer Gemeinde Nistkästen für den Trauerschnäpper aufhängen. Insgesamt 30 Nistkästen, finanziert von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, wurden jetzt an drei Stellen im Gemeindegebiet aufgehängt.
Unterstützung für Brut
Die Trauerschnäpper gelten laut NABU wegen fehlender Bruthöhlen, eine Auswirkung der modernen intensiven Waldwirtschaft und durch Nahrungsmangel aufgrund von Pestizideinsätzen in der Landwirtschaft als gefährdet. Um den Bedarf an Bruthöhlen auszugleichen, wurden über die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung dem NABU Oldenburg entsprechende Nistkästen zur Verfügung gestellt. 30 davon hatte die Edewechter Ortsgruppe geordert, die sie nun am Friedrich-Wilhelm-Denkmal, am Grünstreekenweg und am Bahnwanderweg Richtung Süddorf aufgehängt hat. Da Meisen gern solche Nistkästen für sich in Anspruch nehmen, aber nicht unbedingt Nachbarschaft dulden, wurden auch hier die Kästen in Dreiergruppen an Bäumen befestigt. „Wichtig ist, dass hier Bruthilfen für Trauerschnäpper vorhanden sind. Wir hoffen, dass diese auch entsprechend genutzt werden“, hofft Franka Friedrichs von der NABU-Ortsgruppe Edewecht.
Weitere Aktionen
Im Mai stehen die nächsten beiden Aktionen der NABU-Gruppe an. Am Samstag, 14. Mai, findet auf dem Gelände „Hinterm alten Kamp“ in Jeddeloh von 10 bis 11 Uhr eine Gartenvogel-Zählaktion statt. „Das kann aber auch jeder bei sich zu Hause vor Ort durchführen“, erklärt Frau Friedrichs. Eine Woche später, am Samstag, 21. Mai, soll ebenfalls auf dem NABU-Gelände in Jeddeloh von 10 bis 13 Uhr eine Naturschnitzeljagd stattfinden, eine Veranstaltung für die ganze Familie. Vorherige Anmeldungen sind hier nicht erforderlich.
