Scheps - Sie wachsen an vielen Orten im Gemeindegebiet derzeit in den Himmel: Osterfeuer. Nach zweijähriger Corona-Pause können sie dieses Jahr wieder stattfinden. Das Feuer des Ortsbürgervereins Scheps (OBV) fällt allerdings etwas kleiner aus. Aber nicht unbedingt, weil es weniger Baum- und Strauchschnitt gibt, sondern weil ein Teil für einen anderen Zweck verwendet wird. Der Fischereiverein Scheps möchte auf seinem neuen Gelände am sogenannten „Hilgensee“ an der Kortemoorstraße eine Benjeshecke errichten.
Natur und Tradition
Die anderweitige Nutzung des Strauchschnitts ist eine Gemeinschaftsidee von Mitgliedern des Umweltausschusses des Ortsbürgervereins, des Vorstandes und einigen Osterschepser Landwirten. Beim Fischereiverein Scheps rannten sie mit der Idee offene Türen ein. „Wir sind dabei, das Gelände wieder naturnäher zu gestalten. Und dazu passt das Vorhaben perfekt“, sagt Hans-Jürgen Dowedeit, 2. Vorsitzender des Fischereivereins. Er habe bereits einen ähnlichen Gedanken gehabt. So hat sich nun beides perfekt zusammengefügt.
Für den Ortsbürgerverein kommt noch ein zweiter Umweltaspekt hinzu. „So können wir die CO2-Emissionen am Ostersamstag um einige Tonnen reduzieren und trotzdem die Tradition des Osterfeuers beibehalten“, sagt Kerstin Meyer-Oltmer vom Umweltausschuss des OBV. Durch den Bau der Benjeshecke werde zudem ein Beitrag zum Umwelt- und Artenschutz geleistet.
Zurück zur Natur
Zehn Hektar groß ist der neue Angelsee des Fischereivereins, eine ehemalige Sandkuhle des Friedrichsfehner Transportunternehmens Hilgen. „Wir bekommen hier tolle Unterstützung von Grundstückseigentümer Wolfgang Hilgen“, sagt Dowedeit. Von ihm hat der Verein das Gelände langfristig gepachtet. Die Benjeshecke, er plant auf dem Areal noch weitere, ist nicht die einzige Maßnahme für den Natur- und Artenschutz. Unter anderem will der Verein hier Nistkästen an den Bäumen anbringen. Der Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt und Klima hat in seiner jüngsten Sitzung dem Antrag des Fischereivereins auf finanzielle Förderung in Höhe von bis zu 770 Euro für den Kauf von Nistkästen zugestimmt.
Feuer am Ostersamstag
Für ein ordentliches Osterfeuer, wie es für die Schepser Tradition geworden ist, bleibt trotz der Umnutzung eines Teils des Brennguts, noch genügend Strauchschnitt über. „Wir freuen uns, dass wir nach zwei Jahren Pause wieder ein Osterfeuer durchführen können“, sagt Kerstin Meyer-Oltmer. Abgebrannt wird es am Ostersamstag, 16. April, ab 19.30 Uhr am Lindendamm. Landwirt Rolf Hülsmann stellt dazu eine seiner Flächen zur Verfügung.
