Nethen - Nach der langen Corona-Pandemie, gibt es endlich wieder der Reitsport: Und es hat sich für alle gelohnt, ist von allen Seiten zuhören. Vor der malerischen Strandkulisse im Beachclub Nethen stand nach September 2020 nun die zweite Auflage von „Beach & Ride“ auf dem Zettel. An gleich zwei Wochenenden über Himmelfahrt und Pfingsten wurden zahlreiche Prüfungen in der Dressur und Springen für Jugendliche und Erwachsene angeboten. Doch das war nicht das einzige Highlight.
Besucher trotzen Regen
Organisationschef Torsten Schmidt zeigte sich sehr zufrieden: „Der große Dank geht an das tolle Team für den hervorragenden Einsatz. Auch die Wetterkapriolen bis zum Starkregen wurden gut gemeistert. Leider war es zu dieser Zeit etwas zu kalt. Der Besuch war ja erstmals möglich und wurde auch gut angenommen. Am Pfingstsonntag waren wir ausgebucht.“ 250 Zuschauer wurden genehmigt.
Das Lob gab Michael George, Vorsitzender des Oldenburger Reiterverbandes und neuerdings auch der „Boss“ des Pferdesportverbandes Weser-Ems (unsere Redaktion berichtete), gleich weiter: „Torsten Schmidt ist mit seinen Vorleistungen volles Risiko gegangen – und der Einsatz wurde mit der Genehmigung auf der Zielgeraden belohnt. Wir sind froh, dass wir die Jugendchampionate hier anbieten konnten.“
Das Turnier „Beach & Ride“ soll für das kommende Jahr weiterentwickelt werden. „Es ist zudem ein Championsball angedacht“, berichteten Schmidt und George. Beide betonten, dass die Zusammenarbeit von Reiterverband und Organisationsteam harmonisch abläuft: „Die Qualität muss stimmen.“ Die Erfahrungswerte sowie das Hygienekonzept wollen die beiden Fachleute bei dem Landesturnier im Schlosspark in Rastede (20. bis 25. Juli) einbauen.
Mario Stevens dabei
Auch der bekannte und erfolgreiche Reiter Mario Stevens vom RUFV Lastrup schaute vorbei. Er wurde 2019 beim Landesturnier „Rasteder Champion“. „Die Richtung der Lockerung ist sehr wichtig für die Reiter und Züchter“, fand Stevens. Entspannt sahen es bei der Meldestelle auch Heke Romaneehsen und Elisabeth Weinmann. Die beiden Frauen bringen sich mit ihrer Arbeit bei Turnieren bis nach Ostfriesland ein. „Eine gute Starterfüllung“, lautete ihr Fazit.
Zum Organisationsteam zählte auch Katja zur Horst und betonte zu solchen Veranstaltungen: „Nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Die Kinder und Amateure freuen sich, dass sie endlich wieder Turniere reiten dürfen.“ Den NWZ-Preis überreichte Geschäftsführerin Stephanie von Unruh.
Dressur-Kür im Dirndl
Neben den sportlichen Entscheidungen war auch manche Augenweide dabei – beispielsweise bei der Dressur-Kür. Im Dirndl siegten Margarethe von Aschwege und Sina Meyer vom RV Petersfehn. Der Polosport wurde vom Poloclub Mühlen vorgestellt. Mit dabei war Vanessa Schockemöhle, die Tochter des bekannten und erfolgreichen Springreiters Alwin Schockemöhle, der inzwischen 83 Jahre alt ist. Die Mühlerin züchtet Polo-Reitpferde und bietet Unterricht in ihrer Polo-Reitschule an.
In Nethen auf dem Sandplatz stand das Spiel Zwei gegen Zwei an. Mit dabei waren zwei Profis, die Argentiner Franco Gomet und Hector Aguirre, sowie Lucie Lotzkat. In der Spielzeit von zweimal 7,5 Minuten gab es für den rasanten Sport manchen Szenenapplaus. „Von April bis Oktober stehen jedes Wochenende Turniere an“, sagte Vanessa Schockemöhle. Prächtig anzuschauen war auch der Führzügel-Wettbewerb im Kostüm, bei dem die Kinder glänzen konnten. Die Veranstaltung fand ihren Abschluss mit der Kür der Ponys und dem Finale in der Mannschaftsdressur.
