Nethen - Für die Wassersportler startet im Beachclub Nethen an diesem Freitag die Saison zumindest schon einmal zu Trainingszwecken. Wegen der Corona-Pandemie allerdings zunächst unter strengen Auflagen. Für die beiden Geschäftsführer Florian Zängler und Ole Weber ist das eine gute Nachricht, sie beschäftigt aber gerade viel stärker die Frage, wie die weitere Saison aussehen wird. Wann wird der Strand- und Badebetrieb erlaubt sein, wann dürfen die Freizeitattraktionen auf dem Gelände, zum Beispiel der große Aqua-Park, in Betrieb genommen werden? Hier warten Zängler und Weber noch auf die entsprechenden Verordnungen der Behörden.
Am Donnerstag gaben sich die beiden durchaus zuversichtlich. „Die Saison ist für uns noch nicht gelaufen, der Sommer geht ja jetzt erst los“, sagt Zängler und Weber ergänzt: „Wir hoffen, dass wir den Menschen den perfekten Urlaubsort bieten können.“ Da größere Reisen in diesem Sommer vermutlich kaum möglich sein werden, dürfte für viele Urlaub daheim anstehen. Davon könnte der Beachclub profitieren.
Die Gastronomie darf zum Start des Wakeboardtrainings an diesem Wochenende noch nicht geöffnet werden, erklärt Zängler. Auch Besucher sind nicht erlaubt. Trainieren dürfen ausschließlich Jahreskarteninhaber, die zuvor eine Trainingszeit gebucht haben. So wird die Zahl der Wassersportler begrenzt. Gleichzeitig kann der Beachclub so nachweisen, wer wann auf der Anlage war. Die Umkleiden und Duschen bleiben geschlossen.
Grundsätzlich beginnt im Beachclub jetzt wieder der Sieben-Tage-Betrieb. Ab kommenden Montag wird in Niedersachsen bekanntlich auch die Gastronomie grundsätzlich wieder öffnen dürfen. „Wir wissen aktuell aber noch nicht, was erlaubt sein wird“, sagt Zängler. Eine entsprechende Verfügung wurde für Donnerstagabend in Aussicht gestellt. Soweit es möglich und realistisch ist, die dort dann formulierten Auflagen umzusetzen, werde die Gastronomie im Beachclub ebenfalls am Montag den Betrieb aufnehmen.
Um sich bis Montag um Hygienestandards, Personalplanung und Bevorratung zu kümmern, bleibt somit nur wenig Zeit. Die beiden Geschäftsführer freuen sich deshalb sehr, dass das Team „unglaublich viel Verständnis“ für die Situation habe und den Laden dadurch letztlich zusammenhalte, so Weber.
Der Beachclub bereite sich bei der schrittweisen Öffnung auf die verschiedensten Szenarien vor und könne flexibel reagieren. „Wir haben den Vorteil, dass wir über ein großes Gelände verfügen, auf dem wir die Leute gut verteilen können“, sagt Weber. Auch Ein- und Ausgang zum Areal können voneinander getrennt werden.
In der Gastronomie sei es denkbar, zunächst auf Einweggeschirr zu setzen, um die Hygienestandards sicherzustellen. Außerdem werden die Bereiche gerade mit Plexiglasscheiben ausgestattet, um zusätzlichen Schutz zu bieten. Frühstück in Buffetform wird es aber erst einmal nicht geben. Eine Neuerung kündigt Weber für die Zeit nach der Corona-Pandemie an. „Dann wollen wir auch eine Abendkarte etablieren, zum Beispiel mit Pizza, Antipasti und weiteren Gerichten.“
Wann der Strand- und Badebetrieb wieder aufgenommen werden kann, dahinter steht im Moment wohl noch das größte Fragezeichen. „Wir wünschen uns, dass wir ab dem 25. Mai öffnen dürfen und warten jetzt auf das entsprechende Signal“, sagt Weber. Am 25. Mai sollen auch die Freibäder wieder aufmachen dürfen.
Denkbar sei es, einen eingeschränkten Badebetrieb aufzunehmen, indem Zutrittskontrollen eingerichtet werden. Dies könnte über zuvor zu buchende Tickets erfolgen, sagt Zängler. Der Strand könnte dafür parzelliert werden, um die nötigen Abstände sicherzustellen.
Geschlossen bleibt vorerst auch noch der Hundestrand, der ebenfalls Teil des weitläufigen Areals ist. Auch für diesen Bereich warten die Beachclub-Geschäftsführer noch auf das entsprechende Regelwerk der Behörden.
Auf eines dürfen sich die Gäste aber schon jetzt freuen: „Wir haben die vergangenen zwei Monate genutzt, um zu renovieren und den Beachclub herauszuputzen“, sagt Weber. Für den Urlaub mit Karibik-Flair vor der eigenen Haustür ist somit alles vorbereitet.
