Nethen - Der Beachclub Nethen verschiebt wegen der Coronakrise seine Saisoneröffnung auf unbestimmte Zeit. Eigentlich hatte die Anlage den Betrieb am Sonntag, 29. März, wieder aufnehmen wollen. Wann der Beachclub für Wakeboardfahrer, Frühstücksgäste und alle anderen wird öffnen können, steht angesichts der aktuellen Entwicklungen in den Sternen.

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Oldenburg

„Wir bereiten alles vor, damit wir startklar sind für den Tag, an dem es losgehen darf“, sagt Geschäftsführer Florian Zängler. Die aktuelle Entwicklung mit all ihrer Dynamik, die eindringlichen Appelle der Bundesregierung zur Vermeidung von Menschenansammlungen und die schon erteilten Verbote für Teile des Tagesgeschäftes (Wassersport, eingeschränkte gastronomische Geschäftszeiten) würden dem Team keine andere Wahl lassen, als die Saisoneröffnung schweren Herzens bis auf Weiteres zu verschieben, informiert der Beachclub auch im Internet über die Gründe.

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„Die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Gäste und auch unseres gesamten Teams stehen für uns über allem“, betont Zängler. Darüber hinaus möchte man sich nicht die Verantwortung aufbürden, „sämtliche (zu Recht) geforderten Hygienestandards und temporären Sicherheitsempfehlungen auf dem weitläufigen und vielfältigen Gelände zu unser aller Wohl ausnahmslos aufrecht erhalten zu können“. Es gehe darum, sowohl das Personal des Beachclubs zu schützen als auch Gäste. Dazu zählt auch, dass er im Moment einfach kein gutes Gefühl dabei hätte, offene Lebensmittel wie Kuchen zu verkaufen.

Von den Behörden würde er sich allerdings deutlichere Ansagen wünschen. Zängler würde klare Verbote begrüßen, sonst würde nämlich kein Versicherungsschutz greifen. „Da fühlen wir uns ziemlich allein gelassen“, sagt der Beachclub-Geschäftsführer.

Mitarbeiter des Beachclubs würden nun in Kurzarbeit geschickt. „Jetzt fängt das Zittern an“, so Zängler. Wann kommt ein Rettungsschirm? Wie sieht dieser aus? Für den Gastronom ist klar: „Kredite helfen uns nicht weiter.“ Alles, was jetzt nicht verzehrt werde und Einnahmen bringe, könne ja nicht aufgeholt werden. „Es müssen Subventionen her“, meint Zängler. Die Gastronomie im Allgemeinen werde sonst an den Punkt gelangen, dass Mieten nicht mehr gezahlt werden können.

Frank Jacob
Frank Jacob Redaktion Rastede, Redaktion Wiefelstede