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Natur in der Gemeinde Apen Mit Tierfilmen für Naturschutz sensibilisieren

Sie gehören zu den Wintergästen in der Gemeinde Apen: Zwergschwäne, deren Brutgebiete in den Tundren Nordrusslands und Sibiriens liegen.

Sie gehören zu den Wintergästen in der Gemeinde Apen: Zwergschwäne, deren Brutgebiete in den Tundren Nordrusslands und Sibiriens liegen.

Team Diekmann

Augustfehn - Ihr Engagement ist ein wichtiger Beitrag für den Natur- und Umweltschutz und ihre beeindruckenden Aufnahmen sollen verdeutlichen, wie schön, vielfältig und vor allem erhaltenswert die Flora und Fauna in der Gemeinde Apen ist: Der Augustfehner Günter Diekmann, seit vielen Jahren ein begeisterter Naturfilmer und Naturfotograf ist, hat drei weitere Filme über die Tier- und Pflanzenwelt in der Gemeinde Apen veröffentlicht. „Die Filme 35, 36 und 37, die die Tierwelt im Verlauf des Jahres zeigen, wurden nun ins Internet gestellt“, berichtet der 74-Jährige. Ansehen kann man sich die Naturfilme auf Diekmanns eigener Homepage (www.guenter-diekmann.de) oder der Gemeinde Apen (www.apen.de, Rubrik Freizeit und Kultur, Gemeinde Apen im Wohnzimmer der Natur).

Team Diekmann

Nicht nur Diekmann geht immer wieder mit der Kamera auf die Jagd nach tierischen oder pflanzlichen Motiven. Unterstützt wird der 74-Jährige, der sich selbst vor allem Filmaufnahmen widmet und die Naturfilme mit professioneller Hilfe eines Aper IT-Unternehmens produziert, von den Hobbyfotografen Georg Wilts (Ekern), Matthias Adam (Emden) und Michael Greilich (Torsholt). „Wir sind ein Team von Gleichgesinnten, die sich sehr vorsichtig in der Natur bewegen, die sich für die heimische Tier- und Pflanzenwelt begeistern und diese über unser Hobby – das Filmen und Fotografieren – vielen Menschen näher bringen wollen.“

Auch wenn es bei den Filmaufnahmen und Fotos so scheint, als hätten Diekmann und seine Mitstreiter die Aufnahmen aus unmittelbarer Nähe gemacht, so täuscht das. Leistungsstarke Kameras und leistungsstarke Telemotive ermöglichen aus großer Entfernung gestochen scharfe Aufnahmen. Denn für Wildtiere seien Menschen in ihrer Nähe purer Stress, so der Augustfehner. Deshalb würden die Kamera stets weit entfernt positioniert, in einem Abstand von 100 bis 200 Metern zu den Tieren. Dieser große Abstand bei einer möglichst noch versteckten Kamera sorge dafür, dass sich die Tiere normal verhielten, weil sie sich unbeobachtet fühlten.

Zufall und Glück

Oft weiß Günter Diekmann anfangs gar nicht, was ihm bei seinen Videosequenzen, die er in Gärten, Wohnsiedlungen, auf Wiesen und Weiden sowie an den Gewässern und in den Ausdeichungsgebieten in der Gemeinde Apen dreht, so alles vor die Linse gerät. „Das erfahre ich oft erst beim Bearbeiten des Materials und über meine Recherchen im Internet“, berichtet er und verweist darauf, dass ihm in diesem Winter ein in unseren Breiten ausgesprochener seltener Vogel vor die Kamera kam: ein Odinshühnchen, das in Nordskandinavien zuhause und im Winter manchmal an deutschen Küsten zu finden ist. Zufall und Glück spielten bei der Tierfilmerei eine große Rolle. Und dann schwärmt Diekmann von den vielen geflügelten Wintergästen in der Gemeinde, von Zwergschwänen und Blässgänsen, zeigt Aufnahmen von Austernfischern und den stark gefährdeten Großen Brachvögeln und anderen.

Längst ist der 74-Jährige über sein Hobby zu einem Naturexperten geworden. Er wolle einfach vieles über die Land- und Gartenvögel, Wasservögel, Greifvögel, Säugetiere, Fische, Amphibien, Insekten und Pflanzen, die er filme, sowie über deren Lebensbedingungen und Lebensräume erfahren, sagt er.

Viele Tipps

Dankbar ist Diekmann für manchen wertvollen Tipp über Aufenthaltsorte von seltenen, geschützten und scheuen Tieren. „Ich freue mich sehr, wenn Naturfreunde mich auf etwas aufmerksam machen, das ich filmen kann“, sagt der 74-Jährige, der anfangs eigentlich nur einen Naturfilm produzieren wollte, angesichts des immensen Materials jedoch schon diverse fertigte. Weitere werden folgen.

Doris Grove-Mittwede
Doris Grove-Mittwede Redaktion Westerstede
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