Westerstede - Bei Unfällen, Bränden und anderen Notfällen kann die Bevölkerung auf den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr zählen. Viele Frauen und Männer verzichten auf Freizeit, um ehrenamtliche Arbeit für die Allgemeinheit zu leisten.
Westerloy: Hier wurden Jörn Bohlje als Ortsbrandmeister und Richard Schlenzig als stellvertretender Ortsbrandmeister wiedergewählt. Onno Dierks steht den beiden als neuer stellvertretender Ortsbrandmeister zur Seite.
Ocholt: Nils Warnken wurde als Ortsbrandmeister und Olaf Liebetrau als stellvertretender Ortsbrandmeister gewählt. Hier standen Jerome Wittig und Jörg Dählmann nach zwei Amtsperioden nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung.
Hollwege: Auch in Hollwege standen einige Wechsel auf der Tagesordnung. Hier wurden Gerrit Seppenwoolde und Christian Gerdes zu stellvertretenden Ortsbrandmeistern ernannt. Rolf Hinrichs, stellvertretender Ortsbrandmeister in Hollwege, wurden auf eigenen Wunsch aus dem Amt entlassen.
Hollriede: Marcel Heibült wurde in Hollriede zum neuen Ortsbrandmeister ernannt, nachdem der bisherige Ortsbrandmeister Dieter Schmidt zum Ehrenortsbrandmeister ernannt wurde. Ihm stehen zukünftig Malte Schmidt und Jannes Specht zur Seite.
Halsbek: Timon Siems unterstützt als stellvertretender Ortsbrandmeister die Führungskräfte in Halsbek.
Linswege: In Linswege wurde Niklas Hedemann zum zweiten stellvertretenden Ortsbrandmeister gewählt.
Garnholt: Laura Schwengels wurde zur stellvertretenden Ortsbrandmeisterin und Steffen Mastag zum stellvertretenden Orstbrandmeister in Garnholt gewählt, wobei sie ihre Ämter zunächst kommissarisch ausüben, da sie noch nicht alle erforderlichen Lehrgänge abgeschlossen haben. Die stellvertretende Ortsbrandmeisterin in Garnholt, Kerstin Eiting, wurde jetzt auf eigenen Wunsch entlassen.
Die Wahlen bei der Feuerwehr Torsholt und der beiden stellvertretenden Stadtbrandmeister konnten im vergangenen Januar bereits durchgeführt werden.
An der Spitze der Westersteder Feuerwehren hat sich jetzt einiges verändert. Grund ist jedoch nicht eine starke Fluktuation, sondern eine Änderung der Satzung, die auf Wunsch der Einheiten angestoßen wurde. Seit Anfang des Jahres haben die hiesigen Feuerwehren die Möglichkeit, einen zweiten stellvertretenden Ortsbrandmeister zu wählen. Damit hat der Ortsbrandmeister nicht mehr nur einen, sondern gleich zwei Vertreter.
Dokumentationspflicht
„Die Amtsinhaber haben immer mehr Verwaltungstätigkeiten zu erledigen“, erläutert Jörn Krieger, Leiter des Amtes für Bürgerservice und Ordnung, den Hintergrund. Dabei gehe es um zahlreiche Dokumentationspflichten, etwa bei Einsätzen, in der Personalorganisation oder wenn es um Einweisungsnachweise gehe. Wenn Gerätschaften beantragt werden müssten oder Schadensfälle gemeldet werden, laufe auch das über den Schreibtisch des Ortsbrandmeisters. Zu den umfangreichen Aufgaben gehörten aber auch die klassischen Führungsaufgaben, um die Einheit voranzubringen, sowie die Einsatzleitung im Ernstfall. Mit der Dreierspitze sei es nun besser möglich, die Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen und die Arbeitsbereiche aufzuteilen, so Krieger.
Testphase
Schon vor einigen Jahren war für Westerstede als größte Feuerwehr der Stadt eine Erweiterung der Führungsspitze beschlossen worden, und ebenfalls wegen häufiger Wechsel auch für Hollriede. „Das hat sich bewährt“, erklärt Krieger. „Deshalb wird diese Regelung nun allen Westersteder Feuerwehren ermöglicht.“ Und davon haben viele Gebrauch gemacht. Bis auf die Einheit in Ocholt haben sich alle Westersteder Feuerwehren für eine Erweiterung der Führungsspitze entschieden.
Erst kürzlich wurden gleich mehrere neue Amtsinhaber vom Rat offiziell ernannt. Daneben standen aber auch einige turnusmäßige Neuwahlen an, die sich durch die Pandemie verzögert hatten.
