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NWZonline.de Region Ammerland

Niedrigzinsen machen es Helfern schwer

13.06.2017

Rastede Hilfe von Herzen: Unter diesem Motto unterstützt die Inga-Köthe-Stiftung aus Rastede seit 15 Jahren schwer erkrankte Kindern und die betroffenen Familien in ihrer Notsituation. „Wenn die Krankenkasse Nein sagt, stehen diese Familien auf dem Schlauch“, weiß der Rasteder Jan Agthe, der Vorsitzende der Stiftung. „Die direkte Förderung von Familien ist uns deshalb eine Herzensangelegenheit“, erklärt die Wahnbekerin Consuela Reiter, die dem Kuratorium der Stiftung angehört.

Die Stiftung

Zweck der Stiftung ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens, insbesondere die Bekämpfung und Behandlung von Kinderkrankheiten – vorzugsweise von Herzerkrankungen bei Kindern – sowie die individuelle Unterstützung der Behandlung von herzkranken Kindern durch Krankenhäuser und Forschungseinrichtungen.

Über eingereichte Förderanträge entscheidet das Kuratorium der Stiftung in Abstimmung mit dem Vorstand. In vielen Fällen wird die Stiftung bei diesen Entscheidungen von den Kinderkardiologen des Elisabeth-Kinderkrankenhauses bzw. des Klinikums Oldenburg und von einer überörtlich tätigen Sozialberaterin unterstützt.

Das Stiftungsvermögen beträgt gegenwärtig rund 1,2 Millionen Euro. Die Zinserträge aus der Vermögensverwaltung und die Spenden Dritter ermöglichen finanzielle Förderungen im Rahmen des Stiftungszwecks in der Region Weser/Ems, im Ammerland und Oldenburg.

Die Gründung der Stiftung geht auf Inga Köthe zurück, die nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 2000 als alleinige Gesellschafterin die Geschäftsführung eines bekannten Großhandelsunternehmen für Medizintechnik übernahm. „Wir kannten uns geschäftlich“, erinnert sich der Rasteder Peter Hackbarth, der ebenfalls Mitglied des Kuratoriums der Stiftung ist. „Ihr Mann war herzkrank, sie führte die Firma weiter“, sagt Hackbarth.

Da Inga Köthe keine Kinder hatte, stellte sich die Frage, wohin mit dem Geschäfts- und Privatvermögen? „Sie wusste, dass es in der Region viele bedürftige Familien mit schwerkranken Kindern gibt“, schildert Consuela Reiter. So brachte sie im Jahr 2002 eine hohe Summe in die Stiftung ein. Heute beträgt das Vermögen rund 1,2 Millionen Euro.

„Wir freuen uns, helfen zu können“, sagt Consuela Reiter und fügt an: „Aufgrund der niedrigen Zinslage sieht es aber nicht mehr so gut aus.“ Das heißt: „Wir müssen uns bei Förderungen einschränken“, sagt die Oldenburgerin Brigitte Mönning, die stellvertretende Vorsitzende der Stiftung. Das Stiftungskapital selbst darf nämlich nicht geschmälert werden. Um ihre Arbeit in gewohnter Weise fortsetzen zu können, freut sich die Stiftung daher über Spenden.

„Wir haben schon viel Gutes getan“, sagt Peter Hackbarth. Etwa 150 000 bis 180 000 Euro flossen seit der Gründung, um Familien zu helfen, Forschungen zu unterstützen oder Krankenhäuser mit besserer Ausstattung zu versorgen.

Eine der größten Förderungen der vergangenen Jahre kam dem Klinikum Oldenburg zugute. Finanziert wurde dort ein transportables Ultraschallgerät für die Außensprechstunden der Kinderkardiologie. Mit 15 000 Euro bezuschusste die Stiftung einen integrativen Krippenplatz in Rastede, 7500 Euro gab es für den behindertengerechten Umbau eines Autos.

Auch mit kleineren Beträgen hilft die Stiftung. Für einen mehrfachbehinderten Jungen gab es rund 450 Euro für ein Therapiedreirad, eine Familie aus Wilhelmshaven bekam 200 Euro, um mit einem Leihwagen zur Diagnostik in Oldenburg fahren zu können. „Familien sollten sich nicht scheuen, um Unterstützung zu bitten“, sagt Consuela Reiter.

Anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Stiftung möchte der Vorstand zum Gedenken an Gründerin Inga Köthe gerne einen Baum pflanzen. „Wir haben schon Kontakt mit dem Freundeskreis Schlosspark aufgenommen“, sagt Jan Agthe. Auch das Gelände der Kita, wo die Stiftung einen integrativen Krippenplatz mitfinanziert hat, käme als Standort in Frage.

Was für ein Baum gepflanzt werden soll, hat die Stiftung schon überlegt. Ein Trompetenbaum – wegen der herzförmigen Blätter. Das passt dann auch gut zum Motto der Stiftung: Hilfe von Herzen.


     www.koethe-stiftung.de 
Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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