Ammerland/Westerstede - Die Modernisierung des Notfallzentrums im Klinikzentrum Westerstede schreitet weiter voran. Mit der Integration und Inbetriebnahme eines der weltweit fortschrittlichsten Hochzeilen-Computertomografen sei nun ein weiterer Bauabschnitt beendet, teilt die Ammerland-Klinik in einer Pressemitteilung mit.
Letzter Bauabschnitt
Im Zuge einer umfangreichen Modernisierung und der Integration der KV-Notfallpraxis wurden die Räumlichkeiten des Notfallzentrums im Klinikzentrum Westerstede in den letzten Monaten um 200 Quadratmeter auf insgesamt 1200 Quadratmeter erweitert. „Im November 2021 eröffneten wir den neuen modernen Schockraum im Notfallzentrum. Nun folgte als weiterer Meilenstein die Inbetriebnahme eines hochmodernen High-End-Volumen-Kardio-CTs. In einem letzten Bauabschnitt wird nun ein neuer zweiter Schockraum errichtet, sodass der sogenannte „320-Zeiler“ von beiden Schockräumen unmittelbar zu erreichen ist. Dies verstärkt unsere Qualität und den Stellenwert in der Notfallversorgung, wovon insbesondere unsere Notfallpatientinnen und -patienten profitieren“, berichtet der medizinische Geschäftsführer Dr. Peter Ritter.
Rettung für Unfallopfer
Dabei kann das Gerät deutlich mehr als ältere CTs: Im Bereich des Notfallzentrums werden radiologische Untersuchungen mit Schnittbildaufnahmen schwerpunktmäßig zur Erkennung von Verletzungen verunfallter Patienten mit Polytrauma im Rahmen der Schockraumversorgung eingesetzt. Ein Polytrauma bedeutet, die Patienten haben mehrere Verletzungen in verschiedenen Körperregionen – in der Regel mit lebensgefährlichen Folgen. Die entscheidende Aufgabe ist hierbei, Verletzungen des gesamten Körpers in kurzer Zeit präzise zu erkennen.
Das ermöglicht das neue Gerät. „Untersuchungen sind nun im Sekundenbruchteil möglich. Somit ist der neue CT schneller und erzeugt schärfere und kontrastreichere Bilder, insbesondere beim Herzen. Eine vollständige Herz-CT-Untersuchung erfolgt mit nur einer einzigen Rotation des CTs in nur 275 Millisekunden - schneller als das Herz schlägt“, erklärt Dr. Sebastian Simka, Chefarzt der Klinik für Radiologie. „Dank der neuen Technologie wird zudem die Strahlenbelastung deutlich reduziert und weniger Kontrastmittel benötigt. Für unsere Notfallpatientinnen und -patienten, bei denen häufig jede Minute zählt, bedeutet dies vor allem eine schnellere Diagnose. So können die passende Behandlung und gegebenenfalls Operationen viel schneller eingeleitet werden.“
Komplettes Spektrum
„Dieser CT deckt das komplette Spektrum der Radiologie ab. Hierzu gehören unter anderem Trauma-, Schlaganfall- und Herzdiagnostik, die Darstellung des Gefäßsystems von Kopf bis Fuß oder Lungen-Scans“, berichtet Anika Wißmann, Chefärztin der Klinik für Radiologie. „Normalerweise wird ein Patient während eines CT-Scans liegend durch einen CT gefahren, weil der CT nur einen Bereich von wenigen Zentimetern erfassen kann. Ein Volumen-CT hingegen scannt aufgrund der Detektorbreite mit 320 Zeilen den vier bis achtfachen Bereich ohne Patientenverschiebung im Bruchteil einer Sekunde.“
Vorteile gibt es auch für die Mitarbeitenden des Notfallzentrums: Sie haben nun einen besseren räumlichen Zugang zum CT und damit auch zu den Patienten.
