Ofen - Anders sein ist nicht leicht, vor allem, wenn man ganz alleine „irgendwie anders“ ist. „Irgendwie anders“ ist auch die Hauptfigur im Theaterstück mit dem Vorschulkinder des Kindergartens die Arche in Ofen das Niedersächsische Theatertreffen in Ofen eröffneten. „Irgendwie anders“ möchte gerne dazu gehören.
Aber er kann nicht Klavierspielen wie die Bären, nicht rennen und Haken schlagen wie die Hasen und nicht flöten wie die Vögel – immer hört er: „Du bist irgendwie anders, du gehörst nicht dazu“. Erst als er auf der Suche nach Freunden schon aufgegeben hat, trifft er ein „Etwas“ und erkennt: Anders sein ist gar nicht schlimm.
Theatertreffen alle zwei Jahre
Seit vielen Jahren ist der Evangelische Kindergarten in Ofen alle zwei Jahre ein Ausrichter des Niedersächsischen Theatertreffens. „Inzwischen ist das sogar der einzige Kindergarten in ganz Niedersachsen, der noch ein solches Treffen veranstaltet“, sagt Ingo Zach, Theaterpädagoge vom Fachverband Darstellendes Spiel. Der Fachverband organisiert die Niedersächsischen Schülertheatertreffen und unterstützt auch die Kita in Ofen seit Jahren.
Gemeinsam mit Michael Zach, ebenfalls Theaterpädagoge, und Marie Neemann, Schülerin und Regieassistentin am Neuen Gymnasium Oldenburg, war Ingo Zach nach Ofen gekommen. Dort sahen die drei nicht nur das Stück der Ofener Kinder. Auch die Kindergärten „Unterm Brückenbogen“ aus Jeddeloh II und Heidkamp aus Wiefelstede waren mit ihren Gruppen nach Ofen gekommen.
Vorführung in Ofen
Schon nach dem Auftakt, der Vorführung der Ofener Vorschulkinder, war Ingo Zach restlos begeistert. „Hier werden wirklich Maßstäbe gesetzt“, sagte er. Ob beim Flötenspiel, bei der individuellen Bewegung der Vögel und Hasen: „Es geht darum, den Mut der Kinder zu aktivieren, sich auf ihre Fähigkeiten zu verlassen. „Jedes Kind wird auf die gleiche Weise eingebunden und von der Gruppe gestützt.“
Zudem kämen die Kinder aus den verschiedenen Gruppen bei dem Treffen in Kontakt und ins Gespräch. Wie, das zeigte Michael Zach, als er nach der Ofener Aufführung alle Kinder zusammen auf die Beine brachte, um nicht nur die Bären, Vögel und Hasen, sondern auch viele andere Tiere gemeinsam zu imitieren.
Kinder üben seit Januar
Sabine Hoeft-von Holt, Leiterin des Kindergartens, freute sich natürlich über das Lob von Ingo Zach, gab es aber auch gerne weiter: „Die Kinder haben seit Mitte Januar geübt, Texte gelernt und teilweise mit Hilfe der Eltern ihre Kostüme gebastelt. Außerdem haben die Eltern heute bei der Verpflegung geholfen.“
