Ofenerfeld - Zweimal sei man schon vertröstet worden. Jetzt hoffen die Verantwortlichen des Heinrich-Kunst-Kindergartens, dass sie endlich zum Zuge kommen. Gemeint ist der Anbau an die Einrichtung in Ofenerfeld. Bereits 2016 sei zum ersten Mal ein Antrag auf Erweiterung gestellt worden, berichtet Sandra Sparr, Leiterin der Kita.
„Immer wieder sind andere Vorhaben uns vorgezogen worden“, so Sparr. Damit habe man kein Problem gehabt. Schließlich mussten neue Kita-Plätze in der Gemeinde geschaffen und Schulen erweitert werden. Mit der Erweiterung in Ofenerfeld würden keine neuen Plätze geschaffen. Aber: „Nun sind endlich mal wir dran“, sagt Sparr.
50 Kita-Plätze
50 Kita-Plätze hält der Heinrich-Kunst-Kindergarten vor. Mit dem Konzept, das beim Bau 1997 gefahren wurde, hätte der Platz auch ausgereicht, so die Leiterin. Aber mittlerweile fahre man einen anderen Kurs und die Abläufe in der Kita seien auch ganz anders. „Früher hatten wir Betreuungszeiten von acht bis zwölf Uhr“, sagt Sandra Sparr. Mittlerweile bleibt der Nachwuchs bis 15.30 Uhr in der Kita. Oder: Auch mit drei Jahren sei manches Kind noch nicht trocken. Eine Wickelkommode steht in der Mitarbeitertoilette. „Dort kann man sich kaum umdrehen und sie ist ständig belegt“, so Sparr.
Der Pausenraum sei zugleich Abstellkammer und Büro. Die Frühförderung finde unter dem Dach statt. Die Mitarbeiterin sei fast jeden Tag vor Ort. „Wir brauchen den Platz dringend. Wir haben lange genug improvisiert.“
Erweiterung angemessen
So sah man das schon 2019 im Verwaltungsausschuss: „Der Verwaltungsausschuss nimmt das Anliegen des Vereins für Kinder, den Kindergarten Heinrich Kunst zu erweitern, als angemessen und nachvollziehbar zur Kenntnis. Der Antrag muss jedoch aufgrund anderer dringender Investitionen für die Grundversorgung in der Kindertagesbetreuung und innerhalb der Schulerweiterungen in der Gemeinde in das Jahr 2021 zurückgestellt werden“. So heißt es in der Vorlage für den Ausschuss für Generationen und Soziales (Dienstag, 22. September, 17 Uhr, Oberschule).
Die Kosten werden auf 355 795 Euro taxiert. Und: Dem Antrag des Vereins werde entsprochen, sofern die Förderrichtlinie aus dem Konjunkturpaket Corona die Beantragung einer Förderung für den Erweiterungsbau in 2021 zulässt und die zu erwartende Förderhöhe eine deutliche Erleichterung der Finanzierbarkeit darstellt, so die Empfehlung der Verwaltung an den Ausschuss.
