Ofenerfeld - Es könnten für manche Menschen möglicherweise wirklich sehr einsame und vielleicht auch traurige Weihnachten werden: Denn, ob die Aktion „Heiligabend im Heinrich-Kunst-Haus“, die sich eben an alleinstehende Menschen wendet, überhaupt stattfindet, ist fraglich. „Wir wissen ja nicht, was im Dezember noch an Corona-Verordnungen auf uns zukommen“, sagt Organisator Dr. Dieter Thierfeld.
Eine der Organisatorinnen des Ofenerfelder Weihnachtsabends, Karin Janßen, hat ihre Teilnahme bereits abgesagt. „In diesem Jahr mache ich das nicht“, so die Metjendorferin. Denn wenn man dann im Heinrich-Kunst-Haus zusammensäße, bräuchte es auch eine gewisse Nähe untereinander. Und eben die, soll ja in Coronazeiten tunlichst vermieden werden. Karin Janßen hat in den vergangenen Jahren das Programm zusammengestellt und für die Besucher gekocht.
Feier seit mehr als 20 Jahren
Dennoch: Thierfeld ist Stand Mittwoch bestrebt, das Haus am 24. Dezember zu öffnen. Er schränkt aber ein: „Dann aber nur im ganz kleinen Rahmen und mit wenigen Leuten.“ Er weiß auch aus den vergangenen Jahren, dass viele einsame Menschen sich nicht trauen, zu kommen. Und spontan könne in diesem Jahr ohnehin niemand erscheinen. Eine Anmeldung sei erforderlich.
Seit mehr als 20 Jahren sorgen Dieter Thierfeld, Karin Janßen und weitere Helfer für das weihnachtliche Zusammensein rund um den Kamin im Heinrich-Kunst-Haus. Geschichten wurden gelesen und es wurde auch gemeinsam gegessen. Oft hätten Menschen bis weit in den späten Heiligabend dort gesessen, erinnert sich Dieter Thierfeld.
