Oldenburg/Rastede - Wenn die Fußballer des FC Rastede in Abstiegsrunde der Bezirksliga antreten, ist immer richtig was los: Nach dem 5:1-Sieg gegen den SV Atlas Delmenhorst II zum Auftakt kamen die Löwen am Samstagnachmittag bei BW Bümmerstede mit 1:5 (1:3) unter die Räder.
„Heute hat die Mannschaft gewonnen, die gieriger auf Tore und ein positives Ergebnis war. Diese Niederlage tut richtig weh“, haderte FC-Trainer Hans-Jürgen Immerthal: „Wir hatten eine Schlafmützigkeit auf dem Platz, die wir heute nicht ablegen konnten. Bei den ersten drei Gegentoren haben wir nicht gut ausgesehen.“
Viel Zeit, um über die Niederlage in Bümmerstede nachzudenken, haben die Rasteder nicht. Bereits an diesem Mittwoch treten die Löwen um 20 Uhr beim SV Baris Delmenhorst an.
Eigentlich hätte die Partie am Montag in Rastede ausgetragen werden sollen. Beide Mannschaften einigten sich aber auf die Verlegung und tauschten auch gleich das Heimrecht.
Die Delmenhorster waren in der Abstiegsrunde erst einmal im Einsatz. Am Samstag gewann das Team um Trainer Baris Caki mit 2:1 gegen den SV Ofenerdiek. Dennis Kuhn traf doppelt für Baris.
Dabei erwischten die Ammerländer den besseren Start. Bereits nach drei Minuten fehlte Julian Milz nur ein Schritt, um die Führung zu erzielen. Das gelang den Gastgebern nach elf Minuten. Die Löwen konnten den Ball im Zentrum nicht klären, Marvin Krone konnte frei schießen. Nach der Parade von Max Braun schaltete Nico Westphal am schnellsten und traf. Aber die Rasteder gaben nicht auf. In der 19. Minute gelang Christopher Nickel per Elfmeter der Ausgleich. Zuvor war Stefan Bruns gefoult worden.
Doch die Oldenburger waren konsequenter und klarer in ihren Aktionen. Bei einem Freistoß war die gesamte FC-Defensive nicht auf der Höhe. Ayronjit Feldkamp lief ein und köpfte das 2:1 (25.). Vor der Pause erhöhte Bümmerstede in Person von Jonathan Matondo sogar noch auf 3:1 (36.). Im besten Spielzug der Partie befreiten sich die Bümmersteder spielerisch aus der eigenen Gefahrenzone und kombinierten bis zum gegnerischen Strafraumgrenze. Die Flanke von Krone nutzte Matondo zum 3:1. Kurz vor der Pause wäre den Löwen fast noch der Anschlusstreffer gelungen. Aber die Ecke von Milz landete an der Latte. „Nach Standards haben wir unsere Chancen einfach nicht genutzt“, ärgerte sich Immerthal.
Nach dem Seitenwechsel fehlte den Ammerländern die spielerische Idee, um das Spiel noch einmal spannend zu machen. Stattdessen lauerten die Gastgeber auf Konter und schalteten schnell um, wenn sich die Chance bot. Matondo (70.) und Westphal (86.) gelangen ihre zweiten Treffer.
