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Traditionsfirma Herzog verlässt Oldenburg Flechtmaschinen-Hersteller baut in Rastede neu

Blick von oben: Das Areal der Firma Herzog in Ofenerdiek ist knapp 18000 Quadratmeter groß.

Blick von oben: Das Areal der Firma Herzog in Ofenerdiek ist knapp 18000 Quadratmeter groß.

Oldenburg/Rastede - Die Oldenburger Firma Herzog GmbH zieht in die Gemeinde Rastede. Der Flechtmaschinen-Hersteller hat im Industriegebiet Am Autobahnkreuz in Loy ein drei Hektar großes Grundstück erworben. Dort soll in den kommenden zwei bis drei Jahren der neue Firmensitz entstehen.

Als Auslöser für den Standortwechsel führt Dr. Janpeter Horn, Geschäftsführer der August Herzog Maschinenfabrik, im Gespräch mit unserer Redaktion an, dass ein größeres Bearbeitungszentrum benötigt werde. Herzog fertigt Flechtmaschinen in unterschiedlichen Größen – von ganz klein bis ganz groß. Mit diesen Maschinen können dann dicke Schiffstaue, Stahlseile oder chirurgisches Nahtmaterial hergestellt werden.

Zu wenig Platz

Doch in Oldenburg, wo Herzog seit mehr als 70 Jahren zuhause ist, fehlt es an Fläche für die Erweiterung des Unternehmens. „Waren wir zum Anfang noch alleine vor den Toren der Stadt, liegen wir heute inmitten des sich stetig entwickelnden Stadtteils Ofenerdiek“, erläutert Horn. Doch Wachstum benötige Platz, „damit wir für unsere Mitarbeiter adäquate Arbeitsplätze, für unsere Partner eine gute Erreichbarkeit und für unsere Kunden eine optimale Produktionsumgebung schaffen können.“ Herzog beschäftigt 150 Mitarbeiter.

Verlässt Oldenburg und baut in Rastede neu: die Firma Herzog

KOMMENTAR ZUR ANSIEDLUNG DER FIRMA HERZOG IN RASTEDE Erneut gutes Händchen bewiesen

Trotz der intensiven Bemühungen der Stadt Oldenburg und dem persönlichen Einsatz von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und der Wirtschaftsförderung sei es nicht gelungen, ein passendes, unmittelbar bebaubares Industriegelände in Oldenburg zu finden, so der Geschäftsführer. Als Hauptgrund für die Verlagerung des Unternehmens in die Gemeinde Rastede führt Horn daher auch an, dass am Autobahnkreuz ein Grundstück in einem fertig entwickelten Industriegebiet verfügbar war.

Millioneninvestition

Das sagt die Gemeinde

Sehr erfreut zeigten sich Rastedes Bürgermeister Lars Krause und Wirtschaftsförderer Günther Henkel von der Absicht der Firma Herzog GmbH, ihre Zukunft auf einem drei Hektar großen Grundstück im Industriegebiet Am Autobahnkreuz Oldenburg-Nord gestalten zu wollen. „Wir freuen uns, dass wir die renommierte und traditionsreiche Firma Herzog vom Standort Rastede überzeugen konnten“, erklärt Bürgermeister Lars Krause auf Anfrage unserer Redaktion.

Damit seien inzwischen nahezu alle Grundstücke im Industriegebiet an mittelständische Unternehmen verkauft, die aus der Region stammen, hochqualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen und für Erneuerung und Weitsicht stehen. „Mit seinen innovativen Produkten für eine Vielzahl an Anwendungsgebieten von der Schifffahrt bis zur Medizintechnik passt das Unternehmen Herzog ideal in die vorhandene Struktur des Industriegebiets am Autobahnkreuz Oldenburg-Nord“, ergänzt Wirtschaftsförderer Günther Henkel.

Es handelt sich um einen Teil der Fläche, auf der ursprünglich das Rasteder Entsorgungsunternehmen Bohmann hatte bauen wollen. Von diesen Plänen ist Bohmann inzwischen zurückgetreten und will seinen neuen Firmensitz nun in einem zu entwickelnden Gewerbegebiet unmittelbar an der Autobahnanschlussstelle Rastede errichten. In direkter Nachbarschaft zum Oldenburger Autoteile-Spezialisten Vierol wird nun stattdessen Herzog bauen. Geschäftsführer Horn geht zurzeit davon aus, dass die Planungsphase vermutlich ein Jahr dauern wird und anschließend eine einjährige Bauphase folgen werde. Zu den Kosten könne er gegenwärtig noch keine konkreteren Angaben machen. Aber es werde voraussichtlich ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag investiert.

Weitere Gründe, die den Ausschlag für den Standort in Rastede gegeben haben, seien die gute Erreichbarkeit des Grundstücks durch die Nähe zum Autobahnkreuz Oldenburg-Nord und mögliche Erweiterungsoptionen gewesen, sagt Horn. So soll die Fläche in Loy nicht vollständig bebaut werden, um sich Erweiterungsmöglichkeiten offenzuhalten.

Frank Jacob
Frank Jacob Redaktion Rastede, Redaktion Wiefelstede
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