Ammerland - Der Landkreis Ammerland hat am Dienstag einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit Corona gemeldet. Bereits Ende März war die 94-Jährige aus Rastede verstorben. Nun liegt der Totenschein vor. Dabei war die Covid-Infektion eine von mehreren Todesursachen, weshalb die Seniorin als „verstorben mit Corona“ geführt wird. Die vorerkrankte Risikopatientin war geboostert. Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie 89 Ammerländer an bzw. mit einer Corona-Infektion gestorben. Auf der Intensivstation im Westersteder Klinikzentrum lagen am Dienstag zwei Covid-Patienten. Einer musste künstlich beatmet werden.
Unterdessen ist die Zahl der Neuinfektionen leicht gesunken. 143 Fälle meldete der Landkreis, sechs weniger als vor einer Woche. Am Montag hatte es sogar nur 37 neue Fälle gegeben, weshalb der Wochenbeginn mit insgesamt 180 Infizierten deutlich unter dem der Vorwoche liegt (299 Fälle). Gleichwohl könnten die Zahlen in den nächsten Tagen wieder steigen. Allein am Dienstag wurden dem Landkreis von den Laboren 293 positive Schnelltests übermittelt. Diese gelten als Verdachtsfälle (und die Betroffenen müssen in Quarantäne) bis sie durch einen PCR-Test bestätigt oder eben nicht bestätigt werden.
Nur sieben Neuinfektionen gab es in Apen. In Rastede waren es 18, in Wiefelstede 21, in Edewecht 28 und in Westerstede 32. Den höchsten Tageswert mit 37 Neuinfektionen hatte am Dienstag Bad Zwischenahn.
Deshalb wird es dort (vorerst) auch nichts mit einer dreistelligen 7-Tagesinzidenz. Sie stieg auf 1057,2. Dies ist aktuell der zweitniedrigste Wert im Ammerland. Nur Rastede (912,2) hat eine Inzidenz unter der 1000er Marke. Apen (1205,9) und Westerstede (1439,0) bilden das Mittelfeld im Landkreis. Edewecht (1717,5) und Wiefelstede (1768,4) stehen an der Spitze. Für das gesamte Ammerland hat das RKI einen Wert von 1299,7 berechnet. Das war am Dienstag bundesweit die vierthöchste Inzidenz hinter Cloppenburg (2547,0), Wittmund (1533,5) und Nienburg (1413,1).
Seit Wochenbeginn gibt es an den Schulen ja keine Testpflicht mehr. Dadurch könnten die – offiziellen – Corona-Zahlen sinken. Denn gerade in dieser Altersgruppe haben Omikron-Infizierte oftmals kaum Symptome. Und ohne regelmäßige Tests fallen solche Infektionen dann auch nicht mehr auf. Stand Montag lag die Inzidenz der Fünf- bis 14-Jährigen noch bei 1776. In der Gruppe der jungen Erwachsenen (15 bis 34 Jahre) lag sie bei 1923. Das „Mittelalter“ (35 bis 59 Jahre) kam auf einen Wert von 1344 und die Kleinkinder (bis vier Jahre) auf 1173. Unter der 1000er Marke lagen nur die Inzidenzen für die Senioren. Bei der Gruppe 60 bis 79 Jahre lag der Wert bei 755, über 80 Jahre bei 562.
