Ammerland - Seit zweieinhalb Jahren beschäftigen uns Inzidenzwerte und Neuinfektionen. Auch wenn es nur noch minimale Corona-Auflagen gibt, haben steigende oder sinkende Infektionszahlen einen enormen Einfluss auf das Leben im Ammerland. Denn befinden sich 2000 Personen in Quarantäne (wie noch vor gar nicht langer Zeit), dann fehlt in Betrieben, Kliniken oder Rathaus das Personal. Und gerade in der Urlaubszeit schlagen zusätzliche Ausfälle voll durch. Deshalb ist es auch gut, dass die Corona-Kurve fast täglich etwas mehr bergab zeigt. Am Mittwoch waren insgesamt nur noch 407 Personen in Quarantäne.
Der Landkreis meldete 188 Neuinfektionen. Das klingt erstmal viel und liegt auch deutlich über dem Dienstagswert. Aber mittwochs gibt es meist die höchste Anzahl von positiven Testergebnissen. Dann liegen die Auswertungen von den Tests vor, die bei den Ärzten nach dem Wochenende am Montag gemacht wurden. Im Vergleich zu den Vorwochen sind 188 Fälle vergleichsweise wenig. Vor drei Wochen waren es beispielsweise noch mehr als doppelt so viele gewesen.
Die meisten Fälle gab es in der Gemeinde Bad Zwischenahn (55). Dahinter folgen die Gemeinden Westerstede (37), Edewecht (35) und Rastede (32). In Apen (15) und Wiefelstede (14) gab es vergleichsweise wenige Neuinfektionen. Das Robert-Koch-Institut vermeldete eine leicht gestiegene Inzidenz auf 601,7. Rechnet man aber die neuen Mittwochs-Zahlen mit, ergibt sich ein Wert von 576,3.
Bei den Gemeinden hat jetzt Wiefelstede (519,5) die niedrigste 7-Tagesinzidenz. Dahinter folgen Edewecht (545,1) und Apen (555,4). Rastede (572,7) bildet etwa das Mittelfeld im Ammerland. Westerstede (601,2) und Bad Zwischenahn (606,4) liegen etwas über dem Schnitt.
Im Westersteder Klinikzentrum musste am Mittwoch wieder ein Covid-Patient auf der Intensivstation beatmet werden.
