Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Pandemie im Ammerland Corona-Zahlen in Wiefelstede massiv gestiegen

Feiern mit Risiko: Nach ausgelassenen Festen droht am nächsten Morgen ein Kater – und manch einer holt sich auch noch eine Corona-Infektionen.

Feiern mit Risiko: Nach ausgelassenen Festen droht am nächsten Morgen ein Kater – und manch einer holt sich auch noch eine Corona-Infektionen.

Archiv

Ammerland - Welche Rolle spielen Großveranstaltungen bei steigenden Corona-Zahlen? Darüber kann oft nur spekuliert werden. Bei vollen Fußball-Stadien oder Musik-Festivals lässt sich das nur schwer zuordnen, denn die Besucher kommen aus einer größeren Region oder weiter darüber hinaus. Bei lokalen Festen ist man schon eher geneigt, diese in Zusammenhang mit steigenden Neuinfektionen zu sehen.

Neuinfektionen

In Wiefelstede allerdings gab es am Montag schon recht auffällige Zahlen. Eine Woche nach dem Schützenfest meldete der Landkreis 53 Neuinfektionen. Das ist gut dreimal so viel wie sieben Tage zuvor. Die 7-Tageinzidenz ist mit 791,7 auch etwa doppelt so hoch wie am Montag der vergangenen Woche. Aber: 53 Neuinfektionen bei 16 167 Einwohnern bzw. Tausenden von Festbesuchern ist auch eine überschaubare Zahl. Zumal es Ende Juni/Anfang Juli auch ohne Großveranstaltung an einigen Tagen mehr Infektionen gab. Interessant zu beobachten sein werden in den nächsten Tagen auch die Zahlen aus Bad Zwischenahn. Bisher gibt es aber noch keinen ZwiWo-Ausschlag nach oben. Dafür dürfte es aber auch noch etwas zu früh sein.

Insgesamt meldete der Landkreis Ammerland am Montag 160 neue Fälle. Darin war auch das Wochenende enthalten. Im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 44. Während Wiefelstede die Liste anführte, gab es in Apen die wenigsten Neuinfektionen. Gerade mal vier positive PCR-Tests wurden dort registriert. 17 Fälle gab es in Westerstede, 25 in Edewecht, 29 in Rastede und 32 in Bad Zwischenahn.

Inzidenz

Bei der 7-Tagesinzidenz berechnete das Robert-Koch-Institut einen Wert von 515,7. Die ist der neunthöchste in Deutschland. Die NWZ kommt anhand der vom Landkreis veröffentlichten Zahlen auf einen Wert von 525,7. Auf Gemeindeebene liegt Wiefelstede mit 791,7 weit vor. Edewecht (536,3) und Bad Zwischenahn (514,4) bewegen sich in der Nähe des Landkreis-Durchschnitts. Darunter rangieren Rastede (485,2), Apen (446,0) und Westerstede 426,4.

Positiver Effekt

Trotz der wieder steigenden Zahlen gab es auch einen positiven Effekt. Auf der Intensivstation im Westerstede Klinikzentrum musste am Montag kein Covid-Patient mehr versorgt werden. In der vergangenen Woche befand sich dort ein Erkrankter.

Jasper Rittner
Jasper Rittner Chefreporter Oldenburg-Stadt/Ammerland
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Wird als erste Zeugin im Untersuchungsausschuss angehört: Finanz-Staatssekretärin Sabine Tegtmeyer-Dette (Grüne)

SITZUNG MEHRFACH UNTERBROCHEN Untersuchung zur Beförderung in Weils Staatskanzlei beginnt mit Eklat

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Meinung
Am 3. Mai ist Tag der Pressefreiheit.

TAG DER PRESSEFREIHEIT Vom Glück, in einem freien Land zu leben

Ulrich Schönborn
Oldenburg
Auf Borkum wurden Ende April rund 20 Säcke mit bislang unbekanntem Inhalt angeschwemmt.

WAS WURDE ANGESCHWEMMT? Borkumer Drogenfund bleibt ein Rätsel

Axel Pries
Borkum
Symbolbild

UNFALL IN OLDENBURG Angetrunkener Radfahrer von Auto erfasst – schwer verletzt

Oldenburg
Symbolbild

TÖDLICHER UNFALL IN FRIESLAND Autofahrer erfasst mit Pkw 64-jährige Pedelecfahrerin

Jeversches Wochenblatt
Varel