Ammerland - Viele Firmen und Einrichtungen ächzen unter Personalmangel. Denn zu den Urlaubern kamen in den vergangenen Wochen ja auch jede Menge Corona-Quarantäne-Fälle. Was sich in manchen Firmen vielleicht noch etwas mit Homeoffice ausgleichen lässt, ist in Pflegeberufen beispielsweise unmöglich. Immerhin hat der Landkreis am Mittwoch Corona-Zahlen veröffentlicht, die einen recht positiven Trend erkennen lassen.

218 Neuinfektionen wurden vermeldet. Das klingt erstmal viel. Da der Mittwoch aber inzwischen der stärkste Wochentag ist, ist diese Menge eher gering. Hintergrund: Wer am Wochenende einen positiven Schnelltest oder Symptome hatte, geht dann meist montags zum Arzt. Die PCR-Ergebnisse liegen dann am Mittwoch vor.

Der 27. Juli war nun der Mittwoch mit den niedrigsten Werten seit acht Wochen. Allein im Vergleich zur Vorwoche gab es 142 Neuinfektionen weniger.

In Bad Zwischenahn gab es 50 Fälle, in Westerstede 49, in Edewecht 40, in Rastede 36, in Wiefelstede 22 und in Apen 18.

Das Robert-Koch-Institut veröffentlichte einen Inzidenzwert von 776,8. Der enthält aber noch nicht den deutlichen Rückgang vom Mittwoch, sondern basiert auf den Dienstagszahlen. Die echte 7-Tagesinzidenz betrug (Stand 16 Uhr) mehr als 100 Punkte weniger, genau 658,6.

Auch in den Gemeinden ging es teilweise sehr deutlich nach unten. Apen (563,8) hat aktuell die niedrigste Inzidenz. Knapp dahinter folgt Bad Zwischenahn (565,5). Das Ammerländer Mittelfeld bilden Wiefelstede (637,1) und Westerstede (673,7). Am höchsten sind die Werte in Edewecht (703,3) und Rastede (747,5). Damit liegt der Landkreis etwa im Mittel der mehr als 400 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland. Vor wenigen Wochen hatte das Ammerland noch mit die höchsten Inzidenzen gehabt.

Im Westersteder Klinikzentrum wurden am Mittwoch auch keine Covid-Patienten mehr auf der Intensivstation behandelt. Gleichwohl sind dort aktuell alle Intensivbetten mit „normalen“ Patienten belegt.

Jasper Rittner
Jasper Rittner Chefreporter Oldenburg-Stadt/Ammerland