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NWZonline.de Region Ammerland Politik

98 217 Ammerländer haben die Wahl

23.05.2019

Ammerland Und? Schon gewählt? Wenn nicht, bleibt ja noch Zeit – doch spätestens am Sonntag, 26. Mai, um 18 Uhr sollte ein Kreuzchen hinter einer der Parteien auf dem doch schon recht langen Wahlzettel platziert sein. Vorausgesetzt, man möchte kein überzeugter Nicht-Wähler sein.

Insgesamt sind im Landkreis 98 217 Ammerländer zur Wahl aufgerufen – und damit weit mehr als noch zur Europawahl zuvor. 2014 waren es 95 337, im Jahr 2009 genau 91 753. Die Wahlbeteiligung war 2014 mit 49,2 Prozent im Vergleich zu 2009 mit 38,4 Prozent relativ hoch. Dennoch: Im Ranking aller Landkreise in Deutschland landete das Ammerland nur auf Platz 164 von 402. Spitzenreiter war der Landkreis Südwestpfalz mit einer Wahlbeteiligung von 66,9 Prozent. Vielleicht ist ja diesmal ein Platz in den vorderen Reihen möglich, schließlich laufen parallel zur Europawahl ja noch Bürgermeisterwahlen in Apen, Rastede und Westerstede. Ob das reicht, um noch mehr Menschen an die Wahlurnen zu locken? Es wird sich zeigen, sobald die Auszählung abgeschlossen ist.

Doch wie war das damals mit den Ergebnissen? Wo haben die Ammerländer ihr Kreuz gesetzt? Die NWZ hat mal die alten Statistiken hervorgeholt und ein paar Ergebnisse der im Kreis verstärkt gewählten Parteien verglichen. Es zeigt sich: Im Ammerland hatte die CDU mit 40,8 Prozent aller Stimmen nach der Wahl 2014 die Nase vorn und sich damit quasi selbst überholt, denn 2009 gab es „nur“ 37,1 Prozent. Die SPD schaffte im Ranking beider Wahlen jeweils Platz zwei: 2014 mit 29,9 Prozent – und 2009 mit 26,2 Prozent. Größter Verlierer 2014 war die FDP: Von 14,6 Prozent im Jahr 2009 fiel sie auf 3,5 Prozent bei der jüngsten Europawahl. Und die AfD schaffte mit 2960 Wählern aus dem Ammerland den Sprung auf 6,4 Prozent. Was die Grünen betrifft: Auch sie verloren 2014 – von 12,8 sanken sie auf 11,3 Prozent.

Nicht der Wahlausgang im Ammerland, wohl aber der in ganz Niedersachsen ist übrigens ausschlaggebend, in welcher Reihenfolge die Parteien auf dem Wahlzettel gelistet sind. Das variiert von Bundesland zu Bundesland. Während der Ammerländer – weil Niedersachse – etwa die CDU oben findet, ist es die SPD, die in Bremen auf Platz eins gedruckt ist. Insgesamt stehen 40 Parteien zur Abstimmung, so haben die Ammerländer eine recht große Auswahl.

Einer, der ordentlich die Werbetrommel für eine hohe Wahlbeteiligung rührt, ist Ralf Denker, Kreiswahlleiter im Ammerland. Für ihn steht fest: „Warum wählen gehen? Weil wir das Glück haben, in einer Demokratie zu leben und freie, faire und geheime Wahlen das Fundament einer Demokratie sind.“ Er bittet darum, gerade die Bedeutung der Europawahl nicht zu unterschätzen: „Europa geht uns alle an, denn viele politische Entscheidungen, die für die Bürger der 28 EU-Staaten verbindlich sind, fallen nicht mehr in den jeweiligen Hauptstädten, sondern in den europäischen Gremien in Brüssel oder Straßburg. Nur wer von seinem Stimmrecht Gebrauch macht, nutzt die Chance, mitzugestalten“, so Denker.

Das Kreishaus an der Ammerlandallee in Westerstede wird am Wahlabend ab 18 Uhr geöffnet sein. Dort können sich die Ammerländer über Zwischen- und vorläufige Endergebnisse der Wahl direkt informieren. „Wir werden den Besucherinnen und Besuchern unseres Hauses nicht nur das Gesamtergebnis der Europawahl, sondern auch die Teilergebnisse jeder einzelnen Gemeinde präsentieren“, lädt der Kreiswahlleiter zur Teilnahme ein. Als besonderen Wahlservice bietet der Landkreis Ammerland unter Telefon   0 44 88/56 19 10 ab 18.30 Uhr auch eine Wahl-Hotline an – und auf der Homepage des Landkreises die Wahlergebnisse.

Wer lieber von der heimischen Couch aus oder unterwegs auf dem Laufenden bleiben möchte, kann auch auf die Website der NWZ surfen. Dort wird nicht nur über die Europawahl berichtet, sondern es kann nach den jeweiligen Auszählungen auch geschaut werden, wie in den einzelnen Gemeinden abgestimmt wurde.


Die aktuelle Berichterstattung zur Europawahl samt Abstimmungsergebnissen in den einzelnen Kommunen finden Sie auf   www.nwzonline.de 
Berichte rund um die anstehende Europawahl finden Sie unter   www.nwzonline.de/europawahl 
Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
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