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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Klima-Protest zieht durchs Ammerland

30.11.2019

Ammerland Gleich mehrere Klima-Demos hat es am Freitag im Landkreis Ammerland gegeben. „Wir holen uns die Zukunft zurück“ schallte es etwa mehrstimmig am Freitagmorgen durch Rastede, als die Schülerinnen und Schüler der Kooperativen Gesamtschule (KGS) mit Plakaten, Fahnen, Musikboxen und einem Megafon durch die Straßen zogen. Mit Parolen wie „Hoch mit dem Klimaschutz, runter mit der Kohle“ oder „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“, marschierten die Teilnehmer durch den Ort bis zum Rathaus, wo eine Kundgebung abgehalten wurde. Nicht nur Schüler liefen mit, auch Eltern und Senioren hielten Schilder in die Höhe – insgesamt demonstrierten nach Schätzungen der Rasteder Polizei rund 200 Menschen für die Klimawende.

In Bad Zwischenahn war von der Oberschule ein Protestmarsch zum Rathaus geplant worden. Allerdings wurde dieser kurzfristig abgesagt, sodass die Kinder mit ihren vielen selbst gemalten Plakaten und eingeübten Sprechchören auf dem Schulhof bleiben mussten. Grund dafür war laut Schulleitung der hohe Krankheitsstand bei den Lehrern. Das sorgte auch bei den übrigen Lehrkräften für Enttäuschung. So versammelten sich die Schüler der 5. bis 10. Klassen auf dem Schulhof und protestierten dort vor Vertretern der Gemeinde.

Die Plakate der Schüler wurden fotografiert und sollen auf digitalem Weg doch noch ins Rathaus gelangen. „Wir wollen, dass die Politiker den Klimawandel stoppen“, sagte Jolina-Sophie Schneider (12). Ihre Klassenkameraden der 6 c forderten auf Plakaten auch, dass weniger Auto gefahren und mehr zu öffentlichen Verkehrsmitteln gegriffen werden soll.

Im Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht setzten Schüler derweil ebenfalls ein mehr als deutliches Zeichen: Sie stellten besondere Fotos, um auf den CO2-Anstieg hinzuweisen. „Als Gymnasium, das sich maßgeblich mit der Zukunft junger Menschen auseinandersetzt, möchten wir uns mit den Fotos der Schulgemeinschaft den internationalen Protesten für mehr Klimaschutz anschließen“, so Angelus Dreß im Namen der Schülervertretung. Ziel sei es, den Druck auf die Politik vor Ort zu erhöhen. „Uns Schüler stört vor allem das stark unzureichende Bussystem. Eine ökologische Bestreitung der Schulwege ist leider extrem unattraktiv, denn die Busse sind oft überfüllt und die Routenpläne ineffizient. Am nervigsten ist jedoch, dass Oberstufenschüler ihre Tickets selbst bezahlen müssen und deshalb lieber selbst fahren.“

In Westerstede versammelten sich vor allem ältere Interessierte vor dem Rathaus, um an der Klimastreik-Kundgebung des BUND Ammerland teilzunehmen. Vorsitzende Susanne Grube und weitere Redner schworen die mal nur 60, mal zwischendurch dann 120 Besucher der Kundgebung auf einen besseren Umgang mit Ressourcen, mehr Umweltschutz und einen umsichtigeren Konsum ein. Susanne Grube betonte: „Wir brauchen keinen Black Friday, um Dinge zu kaufen, die wir nicht brauchen“ – und erntete dafür viel Applaus.

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