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Aktualisiert vor 5 Minuten.

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Festnahme im Fall Lübcke – Spuren ins rechte Milieu?

NWZonline.de Region Ammerland Politik

Was tun gegen Wohnungsmangel?

29.04.2019

Ammerland Genau zehn Grundstücke für Einfamilienhäuser hat derzeit ein großes Internetportal für das gesamte Ammerland im Angebot. Das günstigste kostete 65 000 Euro (für 650 Quadratmeter). Lediglich ein weiteres war für unter 100 000 Euro zu haben. Weil das Angebot so knapp ist, sind Bauwillige zwischen Augustfehn und Wahnbek vor allem darauf angewiesen, an ein kommunales Grundstück zu kommen. Doch auch hier ist die Nachfrage größer als das Angebot. Beispiel: Im Rasteder Gebiet „Südlich Schlosspark IV“ kamen unlängst 16 Grundstücke auf den Markt. Für die gab es aber 222 Bewerber.

Grundstücksvergabe

Und im Gebiet Alexandersfeld in Metjendorf ging selbst der SPD-Bundestagsabgeordnete Dennis Rohde bei der Grundstücksvergabe leer aus. Grund: Er hat noch keine Kinder. Familien mit bereits geborenem Nachwuchs haben bei der Vergabe aber bessere Karten als Paare, die schon bauen wollen, bevor Kinder da sind. Ohnehin sind die Vergabekriterien von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Auch die Planung für neue Baugebiete läuft nicht abgestimmt. „Wir brauchen da Konzepte für das ganze Ammerland“, sagt Jörg Weden, Pressesprecher der Kreistagsfraktion.

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Gemeinden müssen wachsen

Die hat zusammen mit SPD-Vertretern aus den Gemeinderäten einen Wohnraum-Gipfel veranstaltet. Als Expertin stellte die Fachdezernentin Nora Schwabe den Politikern das Münsteraner Modell vor. 2014 begann man dort mit einer strukturierten Planung, die nun Früchte trägt.

Auch wenn in Münster die Immobilienpreise viel höher sind und die Nachfrage noch stärker ist als im Ammerland, könnten so Preise gedämpft und zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden. Im Ammerland ist immerhin ein erster Schritt bereits erfolgt. Der Landkreis hat ein Wohnraumversorgungskonzept für alle Gemeinden anfertigen lassen. Dies wurde im März vorgestellt. Ergebnis: Bis 2035 müssen 6450 neue Wohneinheiten entstehen.

„Wir dürfen das Konzept nicht einfach nur zu Kenntnis nehmen. Es müssen jetzt weitere Schritte folgen“, sagt der neue Kreisvorsitzende Uwe Kroon. Er fordert auch die anderen Parteien und die Gemeinderäte auf, das Thema ganz nach oben auf die Prioritätenliste zu setzen.

64 Prozent der Ammerländer leben in den eigenen vier Wänden, zumeist in Einfamilienhäusern. Dieser hohe Wert ist zwar gut, gleichzeitig aber auch ein Nachteil für die weitere Entwicklung. „Diese Menschen sind gut versorgt“, sagt Weden. Potenzielle Neubürger sind aber aktuell noch keine Wähler. Deshalb ist eine Nachverdichtung in den Zentren der Orte auch nicht sonderlich populär bei der alteingesessenen Bevölkerung.

Doch ohne die wird es nicht gehen. Vor allem, wenn in den kommenden Jahren zunehmend ältere Menschen das große Haus gegen eine kleinere Wohnung tauschen wollen. Allerdings müsse eine Nachverdichtung im Konsens mit der Nachbarschaft erfolgen, machte Weden deutlich.

Neben der hohen Nachfrage nach Einfamilienhaus-Grundstücken sieht man bei der SPD auch einen enormen Bedarf an günstigen Mietwohnungen. „Auch im Ammerland kann man das nicht allein dem Markt überlassen“, meinte die Kreistagsvorsitzende Freia Taeger. Hier sieht man vor allem die Ammerländer Wohnungsbau als Partner für den Bau von sozial gefördertem Wohnraum. „Die Kommunen müssen aber entsprechende Grundstücke bereitstellen“, betonte Weden.

Wohnperspektive

Gerade wenn man junge Menschen im Ammerland halten will, müsse man diesen eine Wohnperspektive geben. Sonst würden Krankenschwestern, Handwerker, Verkäuferinnen in andere Regionen abwandern. In Zeiten eines Fachkräftemangels ist das Wohnangebot ein ganz wichtiger Standortfaktor.

Eine weitere Gruppe, für die immer mehr günstiger Mietwohnraum geschaffen werden müsse, seien die Senioren. Wenn in den kommenden Jahren die Baby-Boomer in Rente gehen, wird es hier auch vermehrt Menschen geben, die nur ein begrenztes Budget fürs Wohnen zur Verfügung haben.

Einig sind sich die Sozialdemokraten darin, dass das Thema Wohnen kreisweit und vernetzt angegangen werden muss. Gemeinden sollten sich nicht Konkurrenz machen, sondern als Team auftreten.


     www.nwzonline.de/wohnen-im-ammerland 
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Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede/Oldenburg
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