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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Wer schafft es in die Ammerland-Fraktion?

05.10.2017

Ammerland Die Zahl der Ammerländer Bundestagsabgeordneten hat sich gerade halbiert. Nur noch Dennis Rohde (SPD) und Stephan Albani (CDU) schafften es wieder nach Berlin. Im Landtag könnten es auch nicht mehr werden.

Das sind die Voraussetzungen: Titelverteidiger um das Direktmandat ist Jens Nacke (CDU). Der Wiefelsteder hatte 2013 mehr als zehn Prozent Vorsprung auf Sozialdemokratin Sigrid Rakow (45,8 zu 34,7 Prozent). Sie tritt nicht wieder an. Dafür will die Friedrichsfehner Kreistagsvorsitzende Freia Taeger Nacke das Direktmandat abnehmen. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten. Für Taeger dürfte es aber wohl die einzige Chance sein, in den Landtag einzuziehen, steht sie doch nur auf Platz 52 der Landesliste. Nacke hingegen ist auf Platz zehn gut abgesichert.

Die anderen Direktkandidaten aus dem Ammerland haben allerdings eher theoretische Chancen. Stefanie Helmers (Grüne) liegt auf dem aussichtslosen Listenplatz 47. Hartmut Bruns (FDP) hat mit Platz 46 auch keine besseren Aussichten. Und Marion Schröter (Linke) ist überhaupt nicht auf der Liste platziert.

Dafür hat ein anderer Ammerländer Platz eins ergattert – Martin Dreß von der ÖDP. Damit er in den Landtag einzieht, müsste seine Partei aber über die Fünf-Prozent-Hürde springen.

Da sind die Aussichten der AfD auf den Einzug in den Landtag ungleich größer. Auch wenn die rechte Partei im Ammerland keinen Direktkandidaten als Alternative aufgestellt hat, könnte es der Edewechter Jens Ahrends in den Landtag schaffen. Der Berufsoffizier a.D. ist auf Platz sieben der Liste nominiert.

Aber vielleicht bekommt das Ammerland in Hannover nach der Wahl auch etwas Schützenhilfe aus der Wesermarsch. Die Gemeinde Rastede ist bei der Aufteilung der Wahlkreise der Wesermarsch zugeordnet. Und dort gibt es gleich mehrere Kandidaten mit Top-Chancen: Björn Thümler (CDU, Platz zwei), Horst Kortlang (FDP, Platz fünf), Dragos Pancesu (Grüne, Platz sechs) und Karin Logemann (SPD, Platz 16).

Deutlich mehr als vor knapp fünf Jahren haben die Wahlhelfer zu tun. „Wir haben 2,95 Prozent mehr Wahlberechtigte als noch im Januar 2013“, berichtet Kreiswahlleiter Ralf Denker. Genau 79 789 Ammerländer dürfen im Wahlreis 71 abstimmen (die Rasteder müssen ja mit der Wesermarsch wählen).

Übrigens: wählen darf nur, wer seit mindestens drei Monaten in Niedersachsen lebt, am Wahltag 18 Jahre alt ist und die deutsche Staatsbürgerschaft hat. Wer gerade erst aus einem Nachbarkreis ins Ammerland gezogen ist, muss seine Stimme noch in der alten Heimat abgeben. „Der 4. September gilt hier als Stichtag“, so Denker.

Er wünscht sich mehr Respekt für die ehrenamtlichen Wahlhelfer, die zum großen Teil bereits bei der Bundestagswahl gearbeitet haben. „Es gab da einige unschöne Pöbeleien“, so Denker. Da wurden Wahlvorstände z.T. beschimpft, weil sie Wähler ohne Benachrichtigungskarte nach dem Ausweis gefragt haben. Wer am 15. Oktober keine Zeit hat, kann ab sofort bereits im Rathaus oder per Briefwahl wählen. Die Details stehen auf der Wahlkarte. Wer noch keine hat, sollte schnell im Wahlamt der Gemeinde nachfragen.

Wie in den Vorjahren wird es am Wahlsonntag ab 18 Uhr eine öffentliche Wahlparty im Kreishaus geben. Dort laufen die Ergebnisse aus allen Stimmlokalen in Echtzeit ein.

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