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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Berliner Streit entsetzt CDU-Basis im Ammerland

03.07.2018

Ammerland An der CDU-Basis rumort es ganz gewaltig. So manches Mitglied sieht das Vertrauen ihrer Partei zur CSU „in den Grundfesten erschüttert“. Horst Seehofer habe die Bundeskanzlerin stürzen wollen, ist man sicher. „Es geht gar nicht um inhaltliche Fragen“, so ein Mitglied. Die CSU habe „krampfhaft versucht, AfD-Wähler abzuwerben“, sei aber gescheitert.

Und was sagen zwei Ammerländer, die die Berliner Politik bestens kennen?

Innenminister Horst Seehofer muss weg: Barbara Woltmann ist vor allem über den Rücktritt vom Rücktritt empört. „Das geht gar nicht“, sagt die CDU-Politikerin aus Bad Zwischenahn, die im Landes- und Bundesvorstand der Frauenunion die Interessen weiblicher Mitglieder vertritt und in der letzten Legislaturperiode noch dem Bundestag angehörte.

An Seehofers Stelle solle ein anderer CSU-Politiker Minister werden. Es sei unerklärlich, wie die Auseinandersetzung von Seiten Seehofers „so eskalieren konnte“. Die Bundeskanzlerin habe mit den Ergebnissen des Brüsseler Gipfels einen „guten und wichtigen Schritt“ gesetzt. Seehofers Verhalten sei „albern und verantwortungslos“.

„Wir müssen Lösungen erarbeiten, statt Konflikte zu schüren“, sagt Bundestagsabgeordneter Stephan Albani. Kein Mensch habe Verständnis dafür, dass sich CDU und CDU dermaßen streiten. Nötig sei „ein Ausgleich der Extreme“ in der wichtigen Flüchtlingsfrage.

Auch Merkels ursprüngliche Haltung nennt Albani „extrem“. Aber die Kanzlerin habe nun große Erfolge in Brüssel erzielt. Die inhaltlichen Differenzen seien gering. Ziel müsse es sein, „die Fraktionsgemeinschaft im Bundestag zu erhalten“.

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