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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Anwohner von Proben der Showband genervt

24.05.2017

Rastede Große Aufregung bei der Showband Rastede: Die Musikgruppe ist in Sorge um ihre Zukunft. Der Grund: Anwohner hatten sich über zu großen Lärm beschwert, weil die Showband am Wochenende im Freien probt. Der Vorstand wurde bereits gebeten, am Wochenende nur noch Innentraining abzuhalten.

Dazu erklärt der Vorsitzende der Showband Rastede, Carsten Helms: „Unser Programm, mit dem wir erfolgreich an internationalen Wettbewerben teilnehmen, zeigen wir auf Sportplätzen und in Stadien. In Rastede finden wir keine Halle, die von der Größe her dafür geeignet ist.“ Zum Showtraining am Wochenende gebe es keine Alternative: Die Spielleute sind entweder berufstätig oder gehen zur Schule, zudem kommen regelmäßig Ausbilder von außerhalb dazu, um den Musikern neue Techniken beizubringen. Alle diese ehrenamtlichen Teilnehmer könnten unter der Woche schlicht nicht nach Rastede kommen.

„Um die Belastung erträglich zu halten, weichen wir regelmäßig auf Plätze in Wilhelmshaven, Westerholtsfelde und Mentzhausen aus“, erklärt Helms. Alleine im laufenden Jahr geschieht dies neun Mal. In Rastede seien bis zum Ende der diesjährigen Saison dagegen nur noch vier Trainingseinheiten am Wochenende geplant. Helms: „Wenn uns diese nun untersagt werden – womöglich auf dem Klageweg – dann steht das ganze Programm auf der Kippe.“

Was das für die Zukunft bedeuten würde, daran mag der Showband-Vorstand gar nicht denken: „Die Zahl von derzeit über 110 Aktiven werden wir dann sicher nicht halten können. Mittelfristig hätte der Verlust des Unterbaus gewiss auch Folgen für die Rasteder Musiktage“, so Helms weiter. Die jahrelange Nachwuchsarbeit, die aktuell über 30 Kindern und Jugendlichen die Freude an einem Instrument vermittelt, wäre dann umsonst gewesen.

Der Vereinsvorstand appelliert daher an die betroffenen Anwohner, die Beeinträchtigungen an den vier Sonntagen hinzunehmen. Man werde sich selbstverständlich an die Mittagsruhe halten, viel mehr könne der Verein aber nicht anbieten.

Weitere Termine waren auch an den Ausweichstandorten nicht zu bekommen und die Gastdozenten hatten ihre Anreise (zum Teil aus Großbritannien und den Niederlanden) bereits gebucht. Daher hätte eine Absage erhebliche Folgen für den Verein – sowohl finanziell als auch musikalisch.

Zwischenzeitlich hat die FDP Rastede bereits einen Antrag an die Gemeinde Rastede gestellt. Um den Übungsbetrieb zukünftig zu sichern, seien eine Halle, Räume für die Instrumente und eine Freifläche außerhalb der Wohnbebauung notwendig. Die FDP Rastede bittet die Verwaltung, schnellstmöglich eine dauerhafte Lösung zu finden und den Antrag im zuständigen Fachausschuss zu beraten.

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