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19.06.2019

Apen Menschen, die aus ihren Heimatländern geflohen sind, bei ihrem Alltag zu unterstützen, sie z.B. beim Einkaufen zu begleiten oder den Kindern etwas vorzulesen – das sind Aufgaben, die Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit leisten. Die Diakonie in Apen sucht derzeit weitere Helferinnen und Helfer für einige Flüchtlingsfamilien: „Die Aufgaben können dabei ganz verschieden sein. Jeder soll so helfen, wie er kann“, erklärt Maja Sleur, Leiterin des Diakonie-Büros.

Oftmals sei es für die Neuankömmlinge einfach nur wichtig, jemanden vor Ort zu kennen und einen Ansprechpartner zu haben. „Die Flüchtlinge sollen sich hier willkommen fühlen“, betont Sleur. Vorgaben, wie und in welcher Form geholfen werden soll, gibt es nicht: „Wir schauen, was anliegt und stehen jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung“, sagt Sleur.

2015 – als viele Flüchtlinge nach Deutschland kamen – wurde in Apen ein Willkommenscafé für Asylsuchende eingerichtet, zurzeit sind offiziell noch 15 Ehrenamtler tätig. „Viele, die damals geholfen haben, haben sich mit den gekommenen Familien angefreundet. Einige sind heute nicht mehr ehrenamtlich im Einsatz, haben aber weiterhin Kontakt zu den Familien“, erklärt Sleur.

Zwei Frauen, die sich seit 2015 ehrenamtlich in der Aper Flüchtlingsarbeit engagieren, sind Anke Helm-Brandau und Christiane Bourguignon: „Ich hatte von Beginn an das Ziel, zu helfen und finde es sehr spannend, Flüchtlingsfamilien kennen zu lernen und ihnen helfen zu können“, berichtet Bourguignon. Gerne erinnert sie sich an das Willkommenscafé, zu dem in Spitzenzeiten 60 bis 70 Menschen kamen. Dort lernten Flüchtlinge schnell andere Flüchtlinge, aber auch Einheimische kennen und so manche Frage konnte bereits bei diesen Treffen beantwortet werden.

Bourguignon hat fünf Familien betreut, die später in größere Städte zogen. „Insgesamt haben jedoch sehr wenige Familien Apen verlassen“, weiß Meike de Freese, Leiterin des Fachbereiches Arbeit und Soziales bei der Gemeinde Apen. Sie steht auch mit der Diakonie in engem Austausch. „Es ist toll, dass sich Ehrenamtliche finden, die die Ankömmlinge bei ihrem Einleben in einem anderen Land und einer anderen Kultur unterstützen“, freut sie sich. Nach Angaben von de Freese kämen bis Jahresende voraussichtlich noch 10 bis 15 neue Flüchtlinge in die Gemeinde, die wie alle anderen nicht in einer Einrichtung, sondern in Wohnungen dezentral untergebracht würden.

Zurzeit betreut Christiane Bourguignon eine Familie aus Somalia, die im August 2017 nach Apen gekommen ist: „Die Verständigung erfolgte zu Beginn auf Englisch und funktionierte sehr gut. Die Familie hat kurz darauf Nachwuchs bekommen“, berichtet Bourguignon. Heute ist das Verhältnis eng: „Das ist ein Geben und Nehmen. Wenn ich auf das Kind aufgepasst habe oder mal krank war, hat die Mutter beispielsweise für mich gekocht und wir haben zuhause somalisch gegessen“, sagt Bourguignon.

Migrationsberaterin Dorothea Gabelmann betont zudem, dass ehrenamtliche Helfer auch zu zweit eine Familie betreuen können. Wer helfen möchte, kann sich bei der Diakonie in Apen, Hauptstraße 199, oder unter Telefon  0 44 89/4 04 91 95 melden.

Nils Coordes Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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