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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Keine Probleme bei Apens Infrastruktur?

11.05.2019

Apen Das Fazit klingt gut: „Wir können den Bedarf an Krippen-, Kindergarten und Grundschulplätzen erfüllen und kommen mit unseren vorhandenen Gebäuden und den bereits geplanten Erweiterungen hin.“ Das sagte Helma Schubert während der jüngsten Sitzung des Aper Arbeitskreises Demographische Entwicklung. Zuvor hatte die Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters dem Arbeitskreis dargelegt, wie sich durch neue Baugebiete die Einwohnerzahlen entwickeln und welche Auswirkungen das für die Infrastruktur hat.

Mehr Einwohner

Apen habe sich in den vergangenen Jahren, so Schubert, sehr positiv entwickelt. Lange Zeit hätten die Einwohnerzahlen stagniert, in den vergangenen fünf Jahren sei Apen um 560 Einwohner gewachsen. Die Nachfrage nach Wohnbaugrund und Mietwohnungen sei nach wie vor sehr hoch. Deshalb habe die Gemeinde das Wohngebiet Augustfehn/Hengstforde mit 300 Grundstücken geplant, erschlossen. Vermarktet werde es über die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG). Außerdem gäbe es mehrere kleine Baugebiete in anderen Gemeindeteilen oder solche, die dort geplant seien.

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Neue Baugebiete seien wichtig, um die Auslastung der IGS, den Fortbestand der Außenstelle des Gymnasiums oder auch die ärztliche Versorgung und die durch Apotheken zu sichern. Außerdem sei man für Investoren aus allen Bereichen attraktiv. Durch Zuzüge könnten Feuerwehren, DRK und Vereine neue Mitglieder gewinnen und die Gemeinde Zuschüsse erhalten, die auch nach Einwohnerzahlen gewährt würden.

Reicht die Infrastruktur?

Gerade im Zusammenhang mit dem geplanten Wohngebiet Augustfehn/Hengstforde tauche die Frage auf, so Schubert, wie sich die höhere Einwohnerzahl (rund 1500 Menschen könnten dort leben) auf die Infrastruktur auswirke. Um das zu bewerten, habe man statistisch das benachbarte Neubaugebiet Wohnpark Am Augustfehn-Kanal ausgewertet. 142 Baugrundstücke wurden dort geschaffen. Anfangs sei die Nachfrage sehr verhalten gewesen, pro Jahr habe man zwischen 2012 und 2016 16 Grundstücke verkauft. Mietwohnungen seien kaum entstanden. Das Durchschnittsalter der Hausbesitzer liege in den ersten Bauabschnitten bei 38/39 Jahren, in den letzten bei 32/33 Jahren. Leben würden dort 429 Menschen, darunter 74 Kinder im Grundschulalter und jünger.

Von diesen 74 Mädchen und Jungen seien 20 im Krippenalter (unter eins bzw. eins bis drei). Durchschnittlich könne man mit zehn Krippenkindern pro Jahrgang rechnen. Derzeit würde in der Gemeinde Apen jedes zweite Kind im Krippenalter in einer Einrichtung oder über Tageseltern betreut. Die Krippenkinder im Wohnpark „Am Augustfehn-Kanal“ seien nach Einschätzung von Schubert aktuell überwiegend versorgt.

Im neuen Familienzentrum in Augustfehn II sollten ab Frühjahr 2020 drei neue Krippengruppen entstehen (45 Plätze). Damit sei man sowohl für Krippenkinder aus dem neuen Wohngebiet Augustfehn/Hengstforde als auch für solche aus weiteren Baugebieten oder Zuzügen gut gewappnet. Zur Not könne man eine weitere Krippengruppe im „Wichtelhuus“ in Apen schaffen, die Pläne für einen Anbau lägen fertig in der Schublade.

26 Kinder (drei bis sechs Jahre) befänden sich im Wohnpark Am Augustfehn-Kanal im Kindergarten-Alter und hätten Plätze, so Schubert weiter. Im neuen Familienzentrum in Augustfehn II sollten neben den drei Krippengruppen auch drei Kita­gruppen (mit 75 Plätzen) eingerichtet werden. Eine dieser Gruppen werde aus den Kindern bestehen, die bereits jetzt die benachbarte kleine Kita Augustfehn II besuchen. Sie wechseln ins Familienzentrum, ihre Räume werden vom Familienzentrum anderweitig genutzt. Die zweite Kita-Gruppe fürs Familienzentrum setze sich aus den Kindern in den zusätzlichen Kleingruppen der kleinen Aper Kitas zusammen. In der dritten Kita-Gruppe sei Platz für zusätzliche Kinder aus dem neuen Wohngebiet. Zumindest für die ersten Jahre dürfe das reichen. Luft für zusätzliche Kinder habe man auch in der Janosch-Grundschule Augustfehn, die derzeit von der 1. bis 3. Klasse zweizügig sei, aber in allen Jahrgängen dreizügig sein könne.

Weniger Kinder

Im neuen Baugebiet Augustfehn/Hengstforde sollten im 1. Bauabschnitt 55 Grundstücke erschlossen werden, so Schubert, davon 35 für Einzel- und Doppelhäuser, 20 für Mehrfamilienhäuser. Man ginge davon aus, dass dort nicht nur Familien, sondern auch Singles und Senioren wohnen würden; deshalb rechne man mit geringeren Kinderzahlen.

In der Diskussion betonten mehrere Politiker wie z.B. Hartmut Orth und Rolf Fittje (beide UWG), Renate Brand (Grüne), Johann Hasselhorst, Hans-Jürgen Meyer und Anja Ehlers (alle SPD), dass sich die Gemeinde sehr positiv entwickele. Der Rat habe die richtigen Entscheidungen mit den neuen Baugebieten getroffen, wo junge Leute nicht nur in Augustfehn/Hengstforde, sondern auch in Tange oder Godensholt bauen könnten. Die Lebensumstände in der Gemeinde würden sich weiter verbessern, z.B. auch durch das neue Familienzentrum, das neben Kita und Krippe auch Dorftreff sei, und den Ausbau des Augustfehner Schulzentrums. Davon profitiere, das betonte auch Bürgermeister Matthias Huber, die ganze Gemeinde. Heiner Bruns (CDU) verwies darauf, dass vieles von Vorteil sei, aber dass mehr Menschen in der Gemeinde auch für mehr Verkehr sorgen würden.

Hartmut Orth (UWG) riet, dass sich die Gemeinde im neuen Baugebiet ein großes Grundstück sichern solle, sei es für eine Kita, eine Krippe oder wofür auch immer. Bürgermeister Huber dankte für die Anregung und sagte, dass man mit der NLG Gespräche führen werde.

Und die Aper Gruppe?

In der Arbeitskreissitzung „Demografische Entwicklung“ wurde über ein Thema jedoch nicht gesprochen: über die Gruppe im Wintergarten des Aper Kindergartens „Unterm Regenbogen“. Diese Gruppe, die in einem aus zwei ehemaligen Kleingruppenräumen entstandenen Wintergarten untergebracht ist, sollte inklusive zwei Erzieherinnen ins neue Familienzentrums nach Augustfehn II wechseln. Das war vor vier Jahren zwischen Kita, Kirche und Gemeinde Konsens gewesen. Doch davon will man nun anscheinend nichts mehr wissen, denn „nur“ die Kita-Gruppe aus der Kita Augustfehn II und die Kinder aus den Kleingruppen der kleinen Kindergärten sollen bislang ins Familienzentrum wechseln. Auf die entsprechende Frage bei der NWZ-Talkrunde zur Bürgermeisterwahl hatte Bürgermeister Matthias Huber geantwortet, dass die Wintergartengruppe in der Aper Kita bleiben solle. Wenn mehr Bedarf bestehe, so habe man fertige Pläne für einen Anbau an die Aper Krippe.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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