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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Ministerin zu Besuch: Pflege braucht neue Konzepte

14.03.2019

Apen Eine Ministerin zu Besuch im Wohnpark Apen: Zwei Wochen ist es her, dass das neue Seniorenzentrum der Friedeburger Unternehmensgruppe Pflegebutler eingeweiht wurde. Nun kam politische Prominenz: Carola Reimann (SPD), Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, besuchte die neue Einrichtung auf Einladung der Aper Sozialdemokraten. Neben den Hausherren waren auch SPD-Ratsmitglieder und Vertreter von Sozialverbänden und DRK gekommen.

Neue Konzepte brauche die Pflege in einer älter werdenden Gesellschaft, sagte die Ministerin, und freute sich deshalb, mit dem Besuch in Apen auch ein neues Konzept für eine Senioreneinrichtung vorgestellt zu bekommen: Dieses erläuterte Heiko Friedrich, neben Peter Janssen Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Pflegebutler, die auch den Aper Wohnpark betreibt. Der Pflegebutler sei eine Alternative zum Pflegeheim und zeichne sich durch ambulant betreutes Wohnen mit integrierter Tagespflege aus. Senioren mieteten 30 Quadratmeter große Apartments mit Bad und kleiner Küche und könnten ihre gewünschten Leistungen jederzeit zu- und abwählen. Rund um die Uhr werde im Pflegebutler eine hoch qualifizierte Pflege und Betreuung in allen fünf Pflegegraden gewährleistet.

Apens Bürgermeister Matthias Huber (SPD) sagte, dass man in der Gemeinde froh sei, dass man neben dem Azurit in Augustfehn nun eine Senioreneinrichtung in Apen habe. Diese liege zudem an der Straße Osterende sehr zentrumsnah. Der Wohnpark sei mit 50 neuen Mitarbeitern auch ein wichtiger Arbeitgeber.

In ihrer Ansprache riss Ministerin Reimann, die vor ihrem Ministerinnenamt 17 Jahre Bundestagsabgeordnete war und sich stark im Bereich Gesundheit engagierte, viele Themen an. Die Pflege sei gerade im Flächenland Niedersachsen eines der wichtigsten Themen in unserer älter werdenden Gesellschaft, jetzt müssten die Weichen für neue Konzepte gestellt werden, die alten griffen nicht mehr.

Stärker als bisher müsse man, so Reimann, die ambulante Pflege im Blick haben, da viele Senioren möglichst lange zu Hause leben möchten. Förderprogramme gäbe es dafür, Voraussetzung sei jedoch, dass die Pflegekräfte tariflich bezahlt würden. Pflegeberufe müssten attraktiv sein, nur durch eine gute Bezahlung, gute Lern- und Arbeitsbedingungen könne man Pflegekräfte halten und junge Leute für diese Tätigkeit begeistern. Von Robotern in der Pflege halte sie nichts, so die Ministerin, doch die Digitalisierung biete Chancen, weil sie die Kommunikation der in der Pflege Tätigen verbessere. Ausländische Fachkräfte könnten helfen, aber die Pflegeprobleme nicht lösen. Wichtig sei, so Reimann, eine gemeinsame Pflegeversicherung für gesetzlich und privat Versicherte und die umstrittene Pflegekammer als gemeinsame wichtige Interessenvertretung der Pflegekräfte.

Bei Tee und selbst gebackenen Torten wurde anschließend mit der Ministerin diskutiert. Dabei ging es unter anderem um die Ärzteversorgung und Möglichkeiten, wie ältere Menschen zu Ärzten kämen. Reimann sagte, dass bei der Ärzteversorgung auf dem Land die Kommunen stärker gefordert seien, z.B. durch das Anbieten von Räumen für Haus- und Fachärzte (auch stunden- und tageweise).

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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