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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Seniorenbeirat bleibt wichtiges Gremium

22.03.2019

Apen Seit 20 Jahren gibt es ihn: den Seniorenbeirat in Apen. Eberhart Hoffmann, Vorsitzender des Seniorenbeirats, berichtete, dass ältere Menschen aus der Gemeinde 1998 den Wunsch geäußert hatten, dass man sich auch mit der Belange der älteren Generation kümmere. Am 12. April 1999 wurde Helmerich Ackermann zum Vorsitzenden und Monika Schaa zu dessen Stellvertreterin gewählt. Karl-Heinz Schulz fungierte als Schriftführer. Monika Lüder übernahm am 12. November 2001 das Amt der Vorsitzenden – 14 Jahre lang. 2016 wurde Eberhart Hoffmann an der Spitze des Seniorenbeirat berufen.

Vielfältig seien die Aufgaben des Beirats. Dazu zählten Informationen und Beratungen zu sozialrechtlichen Fragen und Themen, Unterstützung bei Fragen und Angeboten rund zum Thema Pflege, die Förderung sozialer Kontakte, die Koordinierung von Seniorenveranstaltungen und die Mitarbeit im Kreisseniorenbeirat. Um vieles erledigen zu könne, bedürfe es auch einer guten Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung und die funktioniere gut.

Dass der Seniorenbeirat einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leiste, stellte Bürgermeister Huber heraus. Dabei habe sich die Seniorenarbeit stark verändert. Während man früher vor allem die Gemeinschaft pflegte, prägten heute Vorträge und Beratungen die Arbeit.

Gottlieb Schönbrunn, Vorsitzender des Kreisseniorenbeirats, sagte, dass die Gemeinde Apen mit dem Seniorenbeirat frühzeitig auf den demografischen Wandel reagiert habe. Schönbrunn griff auch das Thema Fachkräftemangel auf und sprach über die hohen Belastungen der Pflegekräfte und den starken Bürokratismus.

CDU-Landtagsabgeordneter Ulf Thiele (Remels) widmete sich den Silver-Agern (Menschen im silbernen Alter, sprich mit silbernen Haaren). Familienstrukturen hätten sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert, Kinder bauten oft – weit weg von Zuhause – ihr Leben auf. Über digitale Medien liefe heute vor allem die Kommunikation. Weil die Generationen oft nicht mehr nah beieinander wohnten, hieße das, dass Ältere zunehmend auf fremde Hilfe angewiesen seien. Eine große Herausforderung sei es für die Politik, dass gerade für Senioren auch in Dörfern Einkaufsmöglichkeiten, Treffpunkte und eine medizinische Versorgung geschaffen bzw. erhalten bliebe. Musikalisch umrahmte der Aper Schulchor die Feierstunde.

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