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Aktualisiert vor 2 Minuten.

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NWZonline.de Region Ammerland Politik

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20.09.2018

Augustfehn Jörg Eiting war einer der Gäste, die beim Abend der Aper Akteure als stiller Helfer geehrt wurden. Der Augustfehner engagiert sich seit Jahrzehnten im Ortsverein und hilft mit anderen bei Festvorbereitungen (wie beim Fest der 1000 Laternen) kräftig mit. Dass auch beim Festival ApenAir oder beim Hengstforder Weinfest Lichterketten hängen und die Wasserversorgung klappt, auch dafür sind Jörg Eiting und seine Mitstreiter verantwortlich.

Um Jörg Eiting und 126 anderen stillen Helfern Danke für ihren unermüdlichen Einsatz zu sagen, hatte die Gemeinde Apen zusammen mit der Unternehmerschaft, dem Business Netzwerk Apen, zum Abend der Aper Akteure eingeladen. Zur Festhalle wurde jenes Zelt auf dem Eisenhüttengelände, das am Wochenende noch für den Herbsttreff genutzt worden war. Prominenter Gast: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil. Er war nach Terminen in Oldenburg beim Verein Trostreich, der Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche leistet, und in Bad Zwischenahn, wo Weil die Firma Rügenwalder besuchte, am Abend nach Augustfehn gekommen.

Mit Blasmusik wurden Weil und die rund anderen 350 Gäste empfangen: Die Schützenmusikanten aus Augustfehn II spielten auf, bevor Apens Bürgermeister Matthias Huber zum Mikrofon griff: Eine lebenswerte Gemeinde brauche Menschen, die sich ehrenamtlich engagierten, die nicht fragten, was bekomme ich dafür, wenn ich etwas mache, sondern die es als selbstverständlich betrachteten, sich zu engagieren.

Vieles für andere tun

Nach 2015 fände nun der 2. Abend der Aper Akteure statt, so Huber. Vorgeschlagen worden seien die 127 Ehrenamtlichen, die man eingeladen habe, aus der Bevölkerung. Darunter seien viele, die in Vereinen nicht in der ersten Reihe stünden, auf deren Arbeit man jedoch nicht verzichten könne. Und andere, die nicht organisiert seien, und ebenfalls vieles leisteten. Als Beispiele nannte Huber die Frau, die im Dorf Konflikte schlichte und die Streitenden immer wieder an einen Tisch bekäme, der Jugendtrainer des Sportvereins, der sich privat einen größeren Wagen kaufe, damit er seine Nachwuchsspieler transportieren könne, der Lesepate im Kindergarten, Menschen, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagierten, aber auch diejenigen, die sich um die kranke Nachbarin kümmerten oder die Hundehaufen an der Straße für die Hundehalter entsorgten.

„Ich kann nur mein Kompliment aussprechen für eine solche Aktion“, würdigte Ministerpräsident Weil die Veranstaltung, „Abend der Aper Akteure", nachdem Sängerin Antje Meyer und die Tanzgruppe „leveld up“ unter Leitung von Jule Stabel aufgetreten waren. „Ein solches Konzept, dass Menschen aus der Bevölkerung Ehrenamtliche für eine Ehrung vorschlagen und darunter viele sind, die überhaupt nicht in Vereinen und Verbänden organisiert sind, kenne ich bislang nicht und ich war schon bei so mancher Ehrung von Ehrenamtlichen. Das Aper Konzept ist vorbildlich und weiterzuempfehlen“, sagte Weil. Ohne ehrenamtliches Engagement würden wir nicht in dem Land leben, in dem wir lebten. Ehrenamtliche ermöglichten vieles, z.B. viele Freizeitaktivitäten, oder engagierten sich als Kommunalpolitiker für unsere Demokratie. Ohne Ehrenamtliche hätte man es auch nicht geschafft, Flüchtlinge zu betreuen und zu integrieren. Ehrenamtliches Engagement, sich für andere einzusetzen, sorge für Glücksgefühle. Ehrenamtliche, so habe die Glücksforschung ermittelt, seien glücklicher, zufriedener und lebten länger.

Urkunde als Dank

Mit einer besonderen Urkunde dankte Bürgermeister Huber Stephan Weil für seinen Besuch. Statt eines Präsentes für den Ministerpräsidenten hatte die Gemeindeverwaltung angefragt, ob die Gemeinde für ein Projekt spenden könne, das Weil besonders am Herzen läge. Es sei in seinem Sinne, dass man eine Organisation aus der Gemeinde Apen unterstütze, hatte die Antwort aus Hannover geheißen. So wird dem Hengstforder Männeken-Theater, das in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert, 100 Euro gespendet, das wurde auf der Urkunde für Weil dokumentiert. Ein Präsent überreichte dem Ministerpräsidenten auch der Augustfehner Unternehmer Dieter Börjes, der mit seiner Frau Anke und seinem Team das Festzelt hergerichtet hatten.

Helma Schubert als Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters forderte in ihrem Schlusswort die Ehrenamtlichen auf, weiterzumachen und andere anzustiften, es ihnen gleich zu tun.

Danke für die Geehrten sagte Helmut Janßen, Vorsitzender des Sportfischervereins Apen. Ganz begeistert von dem Abend war Martina de Haan, die sich ehrenamtlich um die Ausstellungen in der Augustfehner Eisenhütte kümmert. Durch den Abend hätten diejenigen, die sich vielfältig – und von vielen oft unbemerkt – engagierten Wertschätzung erfahren. Dass sogar der Ministerpräsident dabei gewesen sei, mit dem sie persönlich ein paar Worte wechseln konnte, freute Martina de Haan besonders. Tief beeindruckt war die Ehrenamtliche auch vom Bedienungspersonal: Mitarbeiter des Aper Rathauses wurden an diesem Abend zu Ehrenamtlichen und versorgten die Gäste mit Getränken.


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Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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