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NWZonline.de Region Ammerland Politik

„Wir brauchen die Klefer-Brücke“

21.09.2018

Augustfehn Ii Im Juni war die Entscheidung gefallen: Die Mehrheit des Aper Gemeinderates hatte mit 15 Ja-Stimmen bei sieben Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen den Abriss der Klefer-Brücke in Augustfehn II beschlossen.

Doch in der Bevölkerung in Augustfehn II rumort es: „Wir fordern den Erhalt der Klefer-Brücke als Fuß- und Radwegquerung!“ „Stoppt den geplanten Abriss!“ „Absperrzaun zum Schandfleck – so gewollt, BM?“ war am Mittwochabend auf einigen Transparenten zu lesen, die Anwohner aus Augustfehn II gefertigt hatten. Die rund 50 Frauen, Männer und Kinder waren zur Klefer-Brücke gekommen, um mit Ratsmitgliedern der Unabhängigen Wähler-Gemeinschaft (UWG) zu sprechen. Die hatten ein Foto von der gesperrten Klefer-Brücke mit den Absperrgittern machen wollen, um damit einen neuen Antrag an die Gemeindeverwaltung zu untermauern, und wollten kurz mit Anwohnern reden. Statt der erwarteten Handvoll Gesprächspartner kamen rund 50.

„Keine Grundlage“

„Für uns ist das Thema Klefer-Brücke nicht erledigt“, sagt UWG-Fraktionsvorsitzender Bernd-Thomas Scheiwe. Die Entscheidung, die Klefer-Brücke abreißen zu lassen, sei gefallen, ohne dass der Gemeinderat eine aussagekräftige Entscheidungsgrundlage gehabt habe. Ein Gutachten habe es nicht gegeben, nur die Einschätzung eines in der Gemeinde lebenden Ingenieurs, dass die Brücke abgängig sei.

Erst nachdem UWG-Ratsherr Hartmut Orth in der Gemeinderatssitzung am 4. September nach der Sicherheit für die Passanten der Klefer-Brücke gefragt hatte, wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben. Wenn das Bauwerk so marode sei, dass es – wie es von der Verwaltung geheißen hatte – unter seinem Eigengewicht zusammenbrechen könne, sei es unverantwortlich, die Brücke weiter zu nutzen, hatte Orth argumentiert.

Die Gemeinde sperrte am Tag nach der Ratssitzung die Klefer-Brücke, die Fußgänger, Radfahrer, Spaziergänger, Reiter und viele Schulkinder nutzen. Am 7. September hieß es von Seiten der Verwaltung, dass aufgrund von gravierenden Sicherheitsmängeln die Klefer-Brücke bis zur ihrem Abriss dauerhaft gesperrt werden müsse.

Die UWG legt nun mit einem Antrag nach: In der nächsten Brücken- und Straßenausschusssitzung am 22. Oktober solle der Gutachter erläutern, welche konkreten Mängel gegen die weitere Nutzung der Klefer-Brücke für Fußgänger und Radler sprächen. Außerdem wolle man detaillierte Infos, auf welcher Grundlage überhaupt festgestellt wurde, dass die Klefer-Brücke nur noch abgerissen werden könnte. Außerdem will man wissen, was eine Sanierung für den Erhalt als Fußgängerbrücke kosten würde. Zu diskutieren sei, ob man die geschätzten Abrisskosten von 48 300 Euro nicht besser in die Sanierung der Brücke stecken solle. Den Erhalt der Brücke forderten schließlich viele Bürger, 250 hätten das binnen kurzer Zeit mit ihrer Unterschrift bekräftigt.

Sichere Querung

Und die Anwohner? „Wir brauchen die Klefer-Brücke“, betonen sie, da sie für schwächere Verkehrsteilnehmer die einzige Möglichkeit sei, relativ sicher die viel befahrene Stahlwerkstraße zu queren. Nun müssten alle die (etwa 120 Meter entfernte) Geometer-Wöbcken-Brücke nutzen, um die Stahlwerkstraße zu queren.

Gerade Schulkinder und ältere Menschen seien überfordert mit der dortigen Verkehrssituation, zumal es am Zubringer zur Brücke, der Straße An den Moorkämpen, eine Großbaustelle gebe. Kritisiert wurde von Anwohnern auch, dass die Gemeinde jahrelang kein Geld in den Unterhalt der Brücke gesteckt habe, dass innerhalb von zwei Tage ein Gutachten vorgelegt worden sei, und dass es für den gesamten Ort Augustfehn kein Verkehrskonzept gebe.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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