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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Kita-Plätze werden Mangelware

29.05.2019

Bad Zwischenahn Tagesmütter und -väter in der Gemeinde Bad Zwischenahn sollen im Jahr 2020 einen Zuschuss erhalten, 100 Euro pro Betreuungsplatz und Jahr, maximal 500 Euro pro Tagesmutter – das hat der Ausschuss für Jugend, Familie und Soziales der Gemeinde am Montagabend empfohlen – und sich damit gegen die Gemeindeverwaltung durchgesetzt.

Die Arbeitsgemeinschaft der Bad Zwischenahner Tagesmütter hatte sich mehr erhofft, sie hatte bei der Gemeinde die doppelte Summe beantragt. Die sollte künftig jährlich gezahlt werden, um die Tagesmütter bei Renovierungs- und Instandhaltungskosten der Betreuungsräume sowie bei Neuanschaffungen zu unterstützen.

Verwaltung skeptisch

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Die Gemeindeverwaltung steht einer pauschalen Förderung aller Tagesmütter extrem skeptisch gegenüber. Sie warnt vor einem Förderwettlauf mit den anderen Ammerland-Gemeinden und verweist darauf, dass der Landkreis für die Förderung der Kindertagespflege zuständig ist. Diese Argumentation stützte vor allem Henning Dierks (SPD). Sein Ansatz: Wenn die Sätze für die Tagesmütter nicht ausreichend seien, müsse die Politik auf Kreisebene über eine Anhebung entscheiden. Wie die Verwaltung konnte sich Dierks damit anfreunden, über Mietkostenzuschüsse für die Tagesmütter und -väter nachzudenken, die nicht in den eigenen Räumen arbeiten. Schließlich seien die Mieten in der Gemeinde vergleichsweise hoch.

Doch dieser Vorschlag war für die Vertreter der CDU, für Michael Cordes (FDP), Diethard Dehnert (Die Zwischenahner) und Georg Köster (Grüne) nicht ausreichend. Zumindest für das Jahr 2020 sollten die Tagesmütter die Unterstützung bekommen, so der Kompromissvorschlag von Frank Martin (CDU), dem sich bis auf die SPD-Vertreter alle anschließen konnten.

Zuschuss zur Miete

Gleichzeitig soll die Verwaltung einen Vorschlag zu Mietkostenzuschüssen erarbeiten und die Tagesmütter-AG muss künftig keine Miete mehr zahlen, wenn ihre Mitglieder mit den Kindern die Turnhalle in Ohrwege nutzen. Diese Entscheidungen trug dann auch die SPD mit.

Kita-Plätze werden knapp

Dass es die Gemeinde bei der Kinderbetreuung künftig nicht einfacher haben wird, wurde klar, als es in einem weiteren Tagesordnungspunkt um das Gesamtkonzept für die Kinderbetreuung in der Gemeinde ging. Bei den Krippenkindern unter drei Jahren sei der Bedarf besonders in Petersfehn und Ofen weiter hoch – obwohl die Gemeinde bereits Plätze für mehr als die eigentlich geforderten 39 Prozent der Kinder aus dieser Altersgruppe hat, und obwohl in Ofen im kommenden Kindergartenjahr eine Krippe mit zehn Plätzen in der neuen Kita am Rudolf-Kinau-Weg startet.

Auch im Kindergartenbereich werde die Platzsituation zunehmend schwierig, so Amtsleiterin Marianne Wagenaar. Für das am 1. August beginnende Kindergartenjahr gebe es bereits kaum noch freie Plätze. Auch hier sind Petersfehn und Ofen die Schwerpunkte, auch im Kernort mangelt es aber an Plätzen. Henning Dierks (SPD) regte an, vor diesem Hintergrund möglichst schnell mit der Planung für eine Reservefläche beim Sportplatz in Petersfehn zu beginnen.

In der Einwohnerfragestunde meldeten sich dann erneut einige Tagesmütter zu Wort, die noch einmal dringend empfahlen, ihnen und ihren Kolleginnen mehr Unterstützung zu bieten, um dem Mangel zu begegnen.

Wer sich als angehende Tagesmutter an die Gemeinde wende und um Unterstützung bitte, werde diese bekommen, entgegnete Bürgermeister Arno Schilling. Allerdings seien Tagesmütter selbstständig und sollten das auch bleiben – die Gemeinde werde nicht als Träger einer Großtagespflege auftreten und Tagesmütter oder -Väter anstellen. „Das wollen wir nicht“, stellte Schilling klar.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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