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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Ehrenamt In Bad Zwischenahn: Keine Karte für Lebensretter

05.06.2020

Bad Zwischenahn Gerade hat die Kommunalpolitik in der Gemeinde Bad Zwischenahn im Kultur- und Sportausschuss beschlossen, welche Vergünstigungen sie den Inhabern der Niedersächsischen Ehrenamtskarte gewähren will, da wurde im Ausschuss für das Feuerlöschwesen schon über die nächste Karte diskutiert. Eine „Lebensretter-Karte“ hat sich die CDU Bad Zwischenahn gewünscht – auf Gemeindeebene.

Sie solle einen Anreiz schaffen, sich bei der Feuerwehr, der DLRG oder dem Rettungsdienst ehrenamtlich zu engagieren. Als Vergünstigung hatte die CDU kostenlosen Eintritt in die drei Bäder der Gemeinde, kostenlose Ausleihe von Büchern und anderen Medien sowie einen vergünstigten Eintritt in den Park der Gärten vorgeschlagen.

Besondere Würdigung

Der Antrag stammte noch aus dem November 2019, bevor der Landkreis die Niedersächsische Ehrenamtskarte eingeführt hatte. Ihr Vorschlag, so betonte die Union aber auch in ihrem Antrag, solle klar abgegrenzt sein von der Ehrenamtskarte, die wenig attraktiv sei. Das Engagement bei Feuerwehr, DRK oder DLRG unterscheide sich deutlich von anderen Ehrenämtern und verdiene eine besondere Würdigung und Unterstützung, sagte Stefan Pfeiffer (CDU) im Ausschuss.

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Das wollte auch die Gemeindeverwaltung keineswegs bestreiten. „Es geht um ein positives Ansinnen“, sagte Amtsleiter Wilfried Fischer. Die Verwaltung verwies aber trotzdem darauf, dass inzwischen die Niedersächsische Ehrenamtskarte eingeführt worden sei – mit sehr ähnlichen Vergünstigungen. Eine zusätzliche Karte bedeute zusätzlichen Verwaltungsaufwand und sei letztlich auch nicht erforderlich. Zudem würdige die Gemeinde die Rettungsorganisationen – mit guter Ausstattung und persönlicher Wertschätzung für die Mitglieder.

Fitness zählt

Dass die Vergünstigungen der Niedersächsischen Ehrenamtskarte bei Feuerwehrleuten nicht unbedingt riesigen Anklang finden, hat aber auch die Verwaltung bemerkt – und deshalb über Alternativen nachgedacht. Weil körperliche Fitness im Feuerwehrdienst eine besondere Rolle spielt, hatten aktive Feuerwehrleute vergünstigte Mitgliedschaften in Fitnessstudios angeregt. Das, so die Verwaltung, ließe sich auch ohne Ehrenamtskarte organisieren. Im Moment solle eine solche Entscheidung angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gemeindefinanzen aber zurückgestellt werden.

Antrag ruht

Ja, der Dienst bei Feuerwehr, DLRG und Rettungsdienst unterscheide sich in besonderer Weise von anderen Ehrenämtern, sagte auch Henning Dierks (SPD). Er warnte aber davor, andere Ehrenamtliche Lebensretter zu vergessen, etwas bei Beratungsstellen und Telefonseelsorge. „Wo soll man das abgrenzen?“, fragte er. Zudem verwies er darauf, dass es auch auf zurzeit Landesebene weitere Bestrebungen gibt, besonders den Feuerwehrdienst attraktiver zu machen.

Norbert Steinhoff (FDP) sprach sich dafür aus, die mit der Niedersächsischen Ehrenamtskarte verbundenen Vergünstigungen auszuweiten – und Jan Hullmann (Die Zwischenahner) brachte ein von der Gemeinde finanziertes Budget für Feuerwehren und Rettungsorganisationen ins Spiel, mit dem diese ihre eigenen Veranstaltungen finanzieren könnten.

Besonders angesichts der Entwicklungen auf Landesebene und weil die Ehrenamtskarte auf Landkreis-Ebene inzwischen eingeführt wurde, werde die CDU ihren Antrag zunächst ruhen lassen, sagte Stefan Pfeiffer schließlich.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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