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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Erinnerung: Vater des modernen Kurbetriebs

02.03.2018

Bad Zwischenahn Er gilt als der Vater des modernen Kurbetriebs in Bad Zwischenahn, für seine Verdienste um den Kurort wurde ihm 1988 vom Gemeinderat das Ehrenbürgerrecht verliehen, und das Land Niedersachsen würdigte seine Verdienste mit der Verleihung des Verdienstordens 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens: Die Rede ist von Karl Benke, am 6. Mai 2014 verstorben, der am heutigen 2. März 100 Jahre alt geworden wäre.

Benke stammt aus Lichten im Sudentenland. Nachdem die deutschen Nationalsozialisten seine Heimat während des 2. Weltkrieges besetzt hatten, wurde Benke 1939 zur Wehrmacht eingezogen. Er kam zur Luftwaffe – und war zum Ende des Kriegs 1945 auf dem Rostruper Flugplatz stationiert. So wurde Bad Zwischenahn zu seiner neuen Heimat, wo er schon 1946 als Verwaltungsangestellter bei der Gemeinde eine berufliche Perspektive fand: Im Wohnungsamt und der Fürsorgebetreuung fand er erste Tätigkeitsbereiche, ehe er zum Sozialamtsleiter berufen wurde, der die Aufgaben der Kurverwaltung mit zu erledigen hatte.

Abteilungsleiter, Kurbetriebsleiter und 1960 die Bestellung zum Geschäftsführer waren weitere Stationen, ehe er 1963 zum ersten Kurdirektor in Bad Zwischenahn ernannt wurde.

Bis zum 31. Dezember 1987 leitete Benke die Geschicke des Kurbetriebes – und hat in dieser Zeit das Zwischenahner Kurzentrum zu einem bedeutenden Gesundheitszentrum in Niedersachsen entwickelt und mit seiner Tatkraft und Weitsicht die Entwicklung des Reha-Zentrums und der gesamten touristischen Infrastruktur Bad Zwischenahn nachhaltig geprägt.

Benke, seit 1946 Mitglied der SPD, bekleidete in seiner Partei sowohl das Amt des Bezirksvorsitzenden als auch das des stellvertretenden Landesvorsitzenden. Auf Bundesebene war sein Wort nicht zuletzt in der Kontrollkommission, dem Parteirat und wichtigen Ausschüssen des Parteivorstandes geschätzt.

Benke nutzte seine vielfältigen Verbindungen zum Wohle Bad Zwischenahns. Der frühere Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, Herbert Ehrenberg, der vor knapp zwei Wochen in Wilhelmshaven verstorben ist, war ein guter Freund von Benke. Und gemeinsam haben die beiden tatkräftig an der Entwicklung Bad Zwischenahns gearbeitet. Ob es 1961 der Bau der Wandelhalle oder deren Erweiterung (1979) war, die staatliche Anerkennung Bad Zwischenahns als Heilbad (1964), der Bau des Wellenhallenbades (1977) oder die erfolgreiche Bewerbung um die Ansiedlung der Spielbank, die Erweiterung der Kurklinik oder die Gründung des Niedersächsischen Heilbäderverbandes: Stets war Benkes Einfluss ausschlaggebend. Und sein Wissen und Können brachte er auch in verschiedenen Verbänden auf Landes- und Bundesebene ein.

Am Todestag von Karl Benke am 6. Mai 2014 – er verbrachte seinen Lebensabend in Plochingen am Neckar – stellte Zwischenahns damaliger Kurdirektor Peter Schulze fest: „Ohne Karl Benke wäre Bad Zwischenahn nicht das, was es heute ist“.

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