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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Sonderweg für Tagesmütter

05.10.2017

Bad Zwischenahn Die FDP-Fraktion im Bad Zwischenahner Gemeinderat möchte die Arbeit der Tagesmütter in der Gemeinde unterstützen.

Insbesondere in der Vertretungsregelung gebe es dringenden Handlungsbedarf, erklärt der familienpolitische Sprecher Michael Cordes in einer Pressemitteilung. Der Arbeitskreis der Zwischenahner Tagesmütter wünscht sich ein Stützpunktmodell, mit dem im Fall der Erkrankung einer Tagesmutter die Betreuung der Kinder sichergestellt werden könnte. Als Träger ist der Landkreis Ammerland verpflichtet, eine Vertretungsregelung zu organisieren, so Cordes.

Die sieht im Ammerland derzeit vor, dass im Krankheitsfall sowohl die Tagesmutter als auch ihre Vertretung bezahlt werden, die Vertretungskraft müssen die Tagesmütter allerdings selbst organisieren. Und diese Regelung reicht den Tagesmüttern und der FDP nicht.

Sie stellt besonders allein arbeitende Tagesmütter vor Probleme. Eine Tagesmutter darf maximal fünf Kinder gleichzeitig betreuen, erläutert Karin Redlich, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Zwischenahner Tagesmütter, auf Nachfrage der NWZ. Wird sie krank, können andere Tagesmütter einspringen – allerdings auch nur, wenn ihr Kontingent von fünf Kindern noch nicht voll ist. Das bedeutet, wird eine Tagesmutter krank, müssen die von ihr betreuten Kinder auf mehrere Kolleginnen verteilt werden – oder die Tagesmutter braucht eine Vertretungskraft, die selbst keine eigene Gruppe betreut, auf Abruf bereit steht und nur dann Einkünfte hat, wenn die eigentliche Tagesmutter wirklich krank wird. Betreut würde dann im Haus der eigentlichen Tagesmutter – die sich zur selben Zeit dort auskurieren muss.

Das Stützpunktmodell an einem festen Ort und mit einer festen Kraft, die als Vertretung für alle Tagesmütter zum Einsatz kommen kann, schaffe eine sichere Vertretungslösung für Tagesmütter und Eltern.

Das Modell, dass den Tagesmüttern vorschwebt, sieht regelmäßig Besuche der verschiedenen Tagesmütter mit ihren Kindern im Stützpunkt vor. So hätten Kinder im Krankheitsfall eine qualifizierte Betreuung bei einer Fachkraft und an einem Ort, die ihnen vertraut sind. Die Vertretungskraft selbst habe finanzielle Sicherheit und die reguläre Tagesmutter könne sich in Ruhe auskurieren.

Das Jugendamt des Landkreises habe ein solches Modell für das Ammerland bereits abgelehnt, berichtet Cordes, der deshalb einen Bad Zwischenahner Sonderweg vorschlägt. In der Gemeinde arbeite im Vergleich zu den anderen Ammerland-Gemeinden eine besonders große Zahl an Tagesmüttern.

Allerdings wäre ein von der Gemeinde Bad Zwischenahn finanziertes Stützpunktmodell eine freiwillige Leistung der Gemeinde, räumt Cordes ein

Deshalb, so Marianne Wagenaar, Leiterin des Amtes für Bildung, Kultur und Sport sehe die Gemeinde auch zunächst den Landkreis als Träger in der Pflicht und werde das auch so in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familie und Soziales am 17. Oktober vertreten.

Die FDP hofft dennoch auf eine Lösung auf Gemeindeebene, die die Kinderbetreuung in der Gemeinde attraktiver machen könne. Und die Liberalen haben bereits einen möglichen Ort für den Stützpunkt gefunden – einen Teil des gemeindeeigenen Dorfgemeinschaftshauses in Kayhauserfeld.

Der Ortsbürgerverein Kayhauserfeld (dessen Vorsitzender ebenfalls Michael Cordes ist) habe bereits grünes Licht für diese Nutzung gegeben und begrüße ausdrücklich ein solches Stützpunktmodell, so Cordes.

Ob die Ablehnung des Stützpunktmodells durch den Landkreis endgültig ist, oder ob der Antrag der Tagesmütter in den politischen Gremien noch beraten wird, war am Mittwoch nicht zu erfahren.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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