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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Bad Zwischenahn for Future?

28.06.2019

Bad Zwischenahn Wie soll die Politik mit den Forderungen von Jugendlichen aus der Gemeinde umgehen, die diese im Rahmen der Aktion „Fridays for Future“ aufgestellt haben? Damit beschäftigte sich der Rat der Gemeinde in seiner jüngsten Sitzung. Bürgermeister Arno Schilling hatte die Forderungen der Jugendlichen, die diese im Rahmen einer Demonstration am 24. Mai übergeben hatten, als Berichtspunkt auf die Tagesordnung des Rates gesetzt.

Einige Schüler hatten auch vor dem Eingang zum Ohrweger Krug mit Transparenten auf ihre Forderungen aufmerksam gemacht und waren am Anfang der Sitzung dabei gewesen. Nachdem ihre Forderungen in Schillings Bericht nicht einzeln vorgetragen wurden, verließen sie die Sitzung aber wieder. „Die Schüler hatten erwartet, dass ihre Forderungen hier vorgetragen werden, ich hätte das richtig gefunden“, kommentierte Ludger Schlüter (Grüne). Schilling hatte zuvor betont, dass die Forderungen ja bereits im (nichtöffentlich tagenden) Verwaltungsausschuss thematisiert worden seien, er habe die Forderungen der Schüler aber auch ausdrücklich noch einmal öffentlich ansprechend wollen.

Auf eigene Initiative handeln will die Verwaltung allerdings nicht, antwortete Schilling auf eine Nachfrage von Georg Köster (Grüne), der betont hatte, die Forderungen der Schüler seien in vielen Punkten berechtigt. „Das ist ein Appell an die Politik, die Politik muss daraus Anträge formulieren, wenn sie das will“, so Schilling. Allerdings, so betonte Schilling, wie schon im Mai gegenüber den Schülern, tue die Gemeinde bereits seit Jahren viel im Bereich Klimaschutz – und bei einigen Forderungen sei die Gemeinde auch schlicht nicht die zuständige Stelle.

Auch Michael Cordes (FDP) und Frank Martin (CDU) forderten, den Forderungen der Schüler nachzugehen. „Meine Tochter hat an der Aktion auch teilgenommen, da sind wirklich tolle Sachen herausgekommen“, so Martin. „Wir sollten es nicht machen wie die Bundespolitik, wir sollten die Schüler ernst nehmen und mit ihnen in die Kommunikation gehen.“ Für die SPD kündigte Henning Dierks direkt eine Initiative an. Eine Million Euro, die die Gemeinde vom Landkreis als Einmalzahlung in diesem Jahr erhält, soll auf Wunsch der Sozialdemokraten zur Förderung des Radverkehrs und zur Optimierung des Autoverkehrs in der Gemeinde eingesetzt werden, um den Ausstoß von Kohlendioxid zu begrenzen. Und Edgar Autenrieb ging anhand der gedruckten Tischvorlagen für die Ratssitzung auf eine recht einfach umzusetzende Forderung ein: die konsequente Nutzung von Recycling-Papier, die die Gemeinde leider wieder versäumt habe

Arno Schilling nahm in der Debatte dann noch Stellung zu einigen konkreten Forderungen der Schüler. An der von ihnen monierte fehlenden Steuerungsmöglichkeit der Heizung in einem Trakt des Gymnasiums arbeite das Gebäudemanagement bereits. Die Schüler hatten zudem besseres Essen und regionale Produkte in der Mensa verlangt. Nur dann würden dort auch mehr Schüler essen und auf die aus Umweltsicht bedenklichen Produkte „anderer Anbieter“ verzichten.

Tatsächlich sei es besonders bei den Gymnasiasten schwierig, sie vom Mensa-Essen zu überzeugen gestand Schilling ein. Das gelte sogar für die ehemaligen Schüler der Grundschule am Wiesengrund, die dort regelmäßig essen, nach dem Schulwechsel aber offenbar sofort einen Bogen um die Mensa machten. Die Fahrradständer an der Schule zu überdachen um mehr Schüler zum Umstieg auf das Rad zu bewegen, sei allerdings eine Option die zu überdenken sei, so Schilling. Auf bessere und kostengünstige Bus- und Zugverbindungen habe die Gemeinde keinen Einfluss – trotzdem gebe es in diesem Bereich ja gerade Verbesserungen.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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