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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Nur Tropfen auf heißen Asphalt

17.04.2018

Bad Zwischenahn Die Zahlen sind erschreckend und frustrierend: 1,1 Millionen Quadratmeter Straßenfläche muss die Gemeinde Bad Zwischenahn unterhalten. 16 Prozent (176 000 Quadratmeter) dieser Fläche sind laut der internen Straßenzustandsbewertung in einem so schlechten Zustand, dass sofortige Maßnahmen nötig wären, 27 Prozent (297 000 Quadratmeter) liegen über dem sogenannten Warnwert. Die Bewertung richtet sich nach dem Zustand der Straße und auch nach ihrer Bedeutung für den Verkehr.

Alleine die Straßen zu erneuern, die in der schlechtesten Kategorie liegen, würde 16,3 Millionen Euro kosten, erläuterte Constanze Schlichting vom Tiefbau- und Grünflächenamt der Gemeinde in der jüngsten Sitzung des Straßen- und Verkehrsausschusses.

kommentar

Infrastruktur

verrottet

Christian Korte

Es kann einem Angst und Bange werden, wenn man auf den Sanierungsstau blickt, der sich auf den Bad Zwischenahner Straßen gebildet hat.

Ein wichtiges Stück Infrastruktur rottet langsam vor sich hin. Da tröstet es kaum, dass es in den benachbarten Kommunen und vermutlich fast überall in Deutschland nicht viel besser aussieht.

Das Geld, dass die Gemeinde für die Straßensanierung zur Verfügung hat, ist nicht mal ein Tropfen auf dem heißen Asphalt.

Was bleibt also? Die Einnahmen sprudeln gerade – da ist es angemessen, die Ansätze zu erhöhen, aber mit Augenmaß. Denn auch wenn die Gemeinde bei der Gebäudesanierung in den vergangenen Jahren aufgeholt hat – auch hier schlummert noch reichlich Potenzial für Ausgaben, und damit haben sich die Aufgaben der Gemeinde noch nicht erschöpft.

So ärgerlich es ist, die Zwischenahner Straßen werden noch viele Jahre auf Schlaglochpisten unterwegs sein. Immerhin sind so manchmal Tempolimits, die sich Anlieger an vielen Straßen wünschen, leichter zu erreichen.

Den Autor erreichen Sie unter

korte @infoautor.de

Zu wenig Geld im Haushalt

Zur Verfügung stehen der Gemeinde laut dem Haushalt für dieses und die kommenden Jahre jeweils gerade mal 600 000 Euro. Und von diesem Geld will die Gemeinde 2019 und 2020 auch noch jeweils 300 000 in ein besonderes Randstreifenprogramm investieren. 2019 sollen die Randstreifen an Birkenweg und Elmendorfer Damm, 2020 die an einem Teil des Portsloger Damms, der Woldlinie der Straße Achtern Diek erneuert werden.

Klaus Fischer vom Ingenieurbüro Börjes aus Westerstede hatte den Ausschussmitgliedern erläutert, dass die bisher an vielen Straßen erfolgreich eingesetzten Kunststoffgittermatten angesichts steigender Fahrzeugzahlen, und -breite an schmalen, stark befahrenen Straßen nicht mehr ausreichen. Er stellte mehrere Alternativen vor, unter anderem Betonplatten und gegossene Randstreifen aus Beton.

Zähneknirschend und mit deutlichen Bauschmerzen stimmte die Ausschussmitglieder dem Randstreifenprogramm bei einer Gegenstimmen und zwei Enthaltungen zu. Für das Jahr 2019 bedeutet dass: Es bleiben gerade noch 300 000 Euro für die Erneuerung defekter Fahrbahnen.

Vor diesem Hintergrund reichte die SPD bereits einen Antrag für die kommenden Haushaltsberatungen ein. Sie will die Mittel für die Straßensanierung von 600 000 Euro auf eine Million Euro aufstocken.

Bei der CDU sorgte das für Erstaunen, schließlich sei die letzte Erhöhung nur gegen harten Widerstand der SPD durchzusetzen gewesen. Die CDU fragt sich zudem, ob die Verwaltung personell in der Lage ist, die mit mehr Geld einhergehende Mehrarbeit zu bewältigen. Entschieden wird über die Erhöhung aber ohnehin erst bei den Haushaltsberatungen.

200 000 Euro für 880 Meter

Für den Moment blieb den Ausschussmitgliedern nur, die bisher vorgesehenen knappen Mittel möglichst gut zu verteilen. Und hier folgten sie dem Vorschlag der Verwaltung. Demnach wird im Jahr 2018, für das noch 200 000 Euro frei waren, noch ein 880 Meter langer Teilabschnitt der Westerholtsfelder Straße saniert. Für 2019 stehen Sanierungen auf einem Teilabschnitt des Fuhrmannwegs in Helle, zwei Teilabschnitten der historischen Heinrichstraße in Aschhausen und auf einem Teil der Weetkornstraße in Rostrup an.

Dazu kommen kleinere Maßnahmen und das Randstreifenprogramm.

Christian Quapp
Redakteur
Redaktion Bad Zwischenahn
Tel:
04403 9988 2630

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