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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Kein Ammerfehn im Ammerland

08.03.2018

Bucksande Das geplante Baugebiet mit 300 Grundstücken, das zwischen dem Wohnpark Augustfehn-Kanal in Augustfehn und der Burgstraße in Hengstforde entstehen soll, wird nicht Ammerfehn heißen. Stattdessen soll das etwa 30 Hektar große Areal den Namen „Wohngebiet Augustfehn-Hengstforde“ tragen. Das hat der Aper Gemeinderat am Dienstagabend mit 13-Ja-Stimmen bei sechs Nein-Stimmen und drei Enthaltungen beschlossen.

Damit endete eine monatelange kontroverse Diskussion um ein Baugebiet, das für die Gemeinde Apen und die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG), die es vermarktet, zu einem Aushängeschild werden soll. Der von Bürgermeister Matthais Huber entwickelte Kunstbegriff „Ammerfehn“ war in Vereinen und in der Bevölkerung auf wenig Gegenliebe gestoßen.

Eine kontroverse Diskussion mit einen knappen Votum gegen Ammerfehn hatte es bereits vor der öffentlichen Ratssitzung im Verwaltungsausschuss (VA) gegeben, der nicht öffentlich unmittelbar vor dem Gemeinderat tagte. Das hatte Ratsvorsitzender Harald Schmidt (SPD) ausgeführt und damit die Diskussion im Rat eingeleitet.

Keine Kreativitätspunkte

Mit heißer Nadel habe man mehrheitlich den Namensvorschlag „Wohngebiet Augustfehn-Hengstforde“ gestrickt, mit dem man jedoch keine Kreativitätspunkte gewinnen könne, sagte Dr. Gunnar Habben (CDU) in der Ratsdiskussion. „Die Mehrheitsgruppe SPD/UWG/CDU spricht sich mehrheitlich gegen Ammerfehn und für den Namen Wohngebiet Augustfehn-Hengstforde aus“, führte UWG-Ratsherr Christian Martens aus und ergänzte, dass eine derartige Diskussion in Politik, Verwaltung und Bevölkerung um einen Baugebietsnamen in der Gemeinde ein Novum sei.

Bürgermeister Matthias Huber erläuterte, dass der Kunstbegriff Ammerfehn die Vorzüge des Ammerlandes (Parklandschaft, wirtschaftlich starker Landkreis) und des Fehngebiets (Bodenständigkeit, bezahlbare Preise) verbinden sollte. Mit dem kreativen Namen wollte man vor allem überregional für ein besonderes Baugebiet werben. Viele Namensvorschläge habe es auch aus der Bevölkerung gegeben, die von Augustgroden über Fehnwiesen, Bremers Moor, Fehntjer Möhrte bis zur Ammerwieke reichten. Huber stimmte gegen den Namen Wohngebiet Augustfehn-Hengstforde.

Man habe sich mit „Wohngebiet Augustfehn-Hengstforde“ auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt, meinte SPD-Fraktionsvorsitzender Björn Meyer, obwohl Ammerfehn ein kreativer Name sei, den er für passend halte. Dennoch werde er sich enthalten. Tolle Chancen würden vertan, wenn man sich gegen Ammerfehn entscheide, sagten die SPD-Ratsherren Johann Hasselhorst und Torsten Huber. Den Namen Ammerfehn konnte auch Renate Brand (Grüne) einiges abgewinnen.

Augustfehn sei bekannt

UWG-Ratsherr Hartmut Orth verwies darauf, dass Augustfehn durch viele Aktivitäten überregional längst bekannt sei und dass es dafür des Namens Ammerfehn nicht bedürfe. Klar hätten sich Vereine, Bezirksvorsteher und viele andere gegen Ammerfehn positioniert. Der Ortsverein Augustfehn und der Ortsbürgerverein Hengstforde, die auch Straßen- und Brückennamen im neuen Baugebiet vorschlagen sollen, hätten sich für „Wohnpark Augustfehn-Hengstforde“ entschieden. Das sei in „Wohngebiet Augustfehn-Hengstforde geändert worden.

Ratsvorsitzender Harald Schmidt beantragte, über den Baugebietsnamen geheim abstimmen zu lassen. Das lehnte die Ratsmehrheit ab und stimmte öffentlich ab.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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