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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Wie umgehen mit Baulücken?

17.08.2019

Edewecht Die Gemeinde Edewecht steckt in einer Zwickmühle: Einerseits möchte sie neuen Wohnraum schaffen und dort, wo es planungsrechtlich möglich ist, eine Innenverdichtung (bauliche Nutzbarmachung von Freiflächen in bebauten Gebieten) erlauben. Denn: gerade zentrumsnah besteht großer Bedarf an Wohnraum. Und besonders viel Entwicklungspotenzial auf der grünen Wiese gibt es auch nicht.

Andererseits plant die Gemeinde eine Gestaltungssatzung, die planerischen Wildwuchs, vorwiegend an Hauptverkehrsstraßen, eindämmen soll. Das Erscheinungsbild soll dort, wo es noch möglich ist, einheitlich bleiben und seinen Charakter beibehalten. Im Bauausschuss am Dienstag werden beide Themenkomplexe thematisiert.

Innenentwicklung

Zunächst einmal geht es nach der Einwohnerfragestunde um die Entwicklung konkreter Konzepte zur Innenentwicklung für die Ortschaften Edewecht und Friedrichsfehn. Ziel der Konzepte soll sein, Potenziale herauszuarbeiten, die schlussendlich zu mehr Wohnraum führen.

Diese Potenziale ergeben sich im Wesentlichen aus folgenden fünf Kategorien, die sich auf die Nutzung von Flächen in bereits bebauten Arealen beziehen: Nutzen von Baulücken, Ersatzbebauung, zusätzliche Bebauung oder Aufstockung, Privaterschließung und Zusammenlegung von Grundstücken.

Hierbei soll in Edewecht und Friedrichsfehn besondere Rücksicht auf städtebauliche Strukturen genommen werden. Bereits im April hatte das Planungsbüro NWP aus Oldenburg anhand von Bestandsanalysen Ansätze für Entwicklungsmöglichkeiten vorgestellt. Seitdem hat das Büro die Untersuchungen fortgeführt. Es wurden Bebauungspläne ausgewertet, Strukturen erfasst und Analyseergebnisse mittels Ortsbesichtigungen abgeglichen.

Dipl.-Ing. Diedrich Janssen wird die erarbeiteten Konzeptinhalte am Dienstag ausführlich darstellen. Hierbei sollen für Gebiete mit spezifischen städtebaulichen Qualitäten konkrete Empfehlungen gegeben werden, und zwar hinsichtlich der Begrenzung von Wohneinheiten, Gebäudelängen, Abstandsmaßen und Grundstücksbegrünung. Sollte der Ausschuss dem vorgestellten Entwurf zustimmen, kann dieser als städtebauliches Konzept zur Innenentwicklung verabschiedet werden – in Form einer informellen Planung.

Gestaltungssatzung

Zweites großes Thema in der Sitzung am Dienstag ist die Ortsgestaltungssatzung für Edewecht. Oder konkreter: die Erarbeitung eines Entwurfs, der öffentlich ausgelegt werden soll. Das Thema hatte bereits in der April-Sitzung des Bauausschusses auf der Tagesordnung gestanden. In der Zwischenzeit ist auf Basis einer Ortsbildanalyse durch das Büro NWP ein Satzungsentwurf zur Ortsgestaltung erarbeitet worden. Gleichzeitig können in der Sitzung Gestaltungsvorschläge für die Flächen innerhalb des Ortskerns gemacht werden. Die Möglichkeiten einer Umsetzung müssen dann rechtlich geklärt werden.

Für den Bereich Friedrichsfehn soll anhand einer ersten Ortsbildanalyse die Ausgangslage für eine Gestaltungssatzung und Gestaltungsgrundsätze geklärt werden. Zu beiden Aspekten wird ebenfalls Diedrich Janssen berichten.

Vorhaben gefährdet?

Die Planungen zur Innenentwicklung und zur Aufstellung einer Gestaltungssatzung betreffen nun auch direkt zwei Bauvorhaben, und zwar in der Friedrichsfehner Straße 25 (Mehrparteienhaus mit zwei Geschossen und acht Wohneinheiten) und im Föhrenkamp 17 (zwei Zweifamilienhäuser). Die Zurückstellung dieser Bauvorhaben soll nun in der Sitzung am Dienstag geprüft werden, weil beide Vorhaben von den Planungen zur Innenentwicklung tangiert werden.

Das Fazit seitens der Gemeinde nach Analyse der Situation lautet hier: Nach rechtlicher Einschätzung wäre die vorsorglich beantragte Zurückstellung des Baugesuches zum Vorhaben Nr. 1 (Friedrichsfehner Straße 25) zurückzunehmen, da hinsichtlich der Innenentwicklung nicht zu erwarten ist, dass das Vorhaben mit den Zielen des Konzeptes im Widerspruch stehen könnte.

Bezüglich des Vorhabens Nr. 2 (Föhrenkamp 17) sieht die Lage schon anders aus. Denn: Wegen der Lage würde die bislang bestehende, einzeilige Bebauungsstruktur entlang der Erschließungsstraße durchbrochen. Die weiteren Beratungen zum Konzept zur Innenentwicklung müssen also abgewartet werden. So lange, heißt es in der Sitzungsvorlage weiter, müsse die Zurückstellung aufrechterhalten werden.

Fläche in Portsloge

Ebenfalls auf der Tagesordnung steht ein Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes Nr. 66 in Portsloge: Dabei geht es um die Umwidmung eines 2846 Quadratmeter großen Mischgebietes, das grundsätzlich Gewerbe und Wohnen zu jeweils 50 Prozent ermöglicht, in ein allgemeines Wohngebiet. Bereits in der vergangenen Sitzung des Bauausschusses im April war unter anderem darüber diskutiert worden, ob man die Entscheidung an eine Bedingung knüpfen solle – etwa an die der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.

Rein mathematisch würde dieser bezahlbare Wohnraum aber nur 0,6 Wohnungen betreffen (15 Prozent von vier Wohnungen), käme also nicht zum Tragen. Im Falle einer Umwidmung gilt es nun, mit dem Bauunternehmen einen Infrastrukturbetrag von 10,23 Euro € je Quadratmeter auf 50 Prozent der Gesamtfläche zu vereinbaren.

Schließlich steht noch ein Antrag auf Umgestaltung der Sportplatzanlage „Am Stadion“ in eine Fläche für die Errichtung einer sozialen Wohnungsbauanlage.

Am Ende der Sitzung des Bauausschusses wird es ebenfalls eine Einwohnerfragestunde geben.

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Ingo Schmidt Redakteur / Redaktion Westerstede
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