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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Unser Dorfplatz soll lebendiger werden

23.01.2019

Edewecht Der Arbeitskreis Dorfentwicklung für den Bereich Edewecht-West (Nord Edewecht I, Nord Edewecht II, Süd Edewecht, Portsloge, Husbäke, Süddorf, Osterscheps, Westerscheps und Wittenberge) hat sich darauf geeinigt, ein erstes großes Projekt in Angriff zu nehmen und sich damit um Fördermittel aus Bund, Land und EU für dessen Realisierung zu bemühen. Konkret geht es dabei um die Stärkung der Begegnungsorte in den Dörfern, die etwa in Sachen Gestaltung und Ausstattung aneinander angeglichen werden sollen. Dies hat der Arbeitskreis nun in einer Sitzung festgelegt.

„Diese Dorfgemeinschaftsstätten haben vielfältige Funktionen“, erklärt Rathausmitarbeiter Reiner Knorr, „denn sie sind Begegnungsorte, die generell für den Zusammenhalt auf den Dörfern wichtig sind.“ Künftig sollen sie dazu dienen, eine noch intensivere Vernetzung der Dörfer innerhalb der Dorfregion zu fördern und somit ihren Teil dazu beitragen, das soziale Miteinander auf dem Land als Ankerpunkte zu prägen.

Konkret kann man das etwa am Beispiel des Dorfplatzes in Osterscheps anschaulich verdeutlichen: Dort gibt es eine kleine Hütte, für die bereits im Rahmen der „Leader“-Projekts Mittel beantragt wurden, um das Häuschen um eine Toilette und eine Spülküche zu erweitern. Es ist der Grundpfeiler für eine weitere Nutzbarmachung durch die Dorfgemeinschaft, denn bisher fand an Ort und Stelle lediglich das Osterfeuer statt.

Identität stiften

„Wir möchten den Platz beleben“, kündigt Wolfgang Krüger, Vorsitzender des Ortsbürgervereins Scheps an. Denkbar ist eine Boule-Bahn für Senioren, aber auch „ein kleiner Weihnachtsmarkt oder ein Weinfest sind denkbar“, nennt der 68-Jährige einige Ideen. Doch der Arbeitskreis Dorfentwicklung möchte auch Identifikation stiften – durch eine einheitliche Gestaltung der Dorfplätze, zunächst in Edewecht West – und wenn Bereitschaft aus dem Osten signalisiert wird, auch dort. Doch so weit ist der Prozess in Edewecht-Ost noch nicht fortgeschritten.

„Wir möchten, dass jeder anhand der Gestaltung sofort erkennt, dass er sich in Edewecht befindet. Die Wahl eines einheitlichen Klinkers, baugleicher Sitzgelegenheiten oder Leuchten – all dies können Gestaltungsmöglichkeiten sein, die dann auf allen Dorfplätzen Einzug halten. „Wenn ich diese Lampen sehe, weiß ich, dass ich in Edewecht bin“, nennt Krüger ein Beispiel.

Es ist das erste konkrete Ergebnis des seit 2017 bestehenden Arbeitskreises, der sich im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms des Landes Niedersachsen gegründet hatte. Weitere Projekte sollen in den kommenden sieben Jahren – so lange läuft das Projekt – folgen. Eine erarbeitete Prioritätenliste von konkreten Maßnahmen soll am 5. Februar im Bauausschuss vom beratenden Planungsbüro Diemann, Mosebach und Partner vorgestellt werden.

Um die ist Aussicht gestellten Fördergelder auch tatsächlich zu bekommen, müssen Projekte jedoch eine Vielzahl von Faktoren erfüllen. „Es gibt ein Punktesystem, auf dessen Grundlage die Projekte nach Einreichung geprüft werden“, sagt Knorr, „und das ist umfangreich“. So sollten Vorhaben ökologisch wertvoll sein, dem Zusammenleben dienen und nicht nur dem örtlichen Erscheinungsbild zuträglich sein.

„Wenn jemand also vorhat, nur seinen Dorfplatz zu verschönern und ein paar Blümchen zu pflanzen, dann ist die Chance, dafür Fördergelder zu bekommen, recht gering“, führt Reiner Knorr aus. Entsprechend ist eine der Überlegungen, bei der Gestaltung der Dorfgemeinschaftsstätten beispielsweise wasserdurchlässige Materialien zu verbauen, um so Öko-Punkte zu sammeln.

Als Dorfregion begreifen

Wenn am 15. September die Bewerbungsfrist abläuft, landen alle eingereichten Anträge mit den konkreten Maßnahmen in einem großen Topf – sie müssen sich dann in einem Ranking mit Projekten aus ganz Norddeutschland messen – und da ist jeder erzielte Punkt ausschlaggebend. „Es kommt darauf an, in möglichst jeder der Kategorien Punkte, oder wenigstens Teilpunkte zu erzielen“, weiß Knorr. „So soll die Ernsthaftigkeit unterstrichen werden.“

Zu dieser Ernsthaftigkeit gehört auch, dass die Vertreter jedes Dorfes, die dem Arbeitskreis angehören, „sich auch als Dorfregion begreifen und gegenseitig auch etwas gönnen können“, beschreibt Reiner Knorr den Balanceakt, Projekte zu formulieren, die möglichst vielen Menschen nützen. Denn nur wer gemeinsam an einem Strang zieht, hat die besten Chancen, auch ausgewählt zu werden.

„Wir alle sind ja so Lokalpatrioten, ich auch“, gesteht Wolfgang Krüger und erklärt: „Nach dem Motto: Scheps first, und dann die anderen.“ Aber bisher, sagt er, sei alles wirklich gut abgelaufen.

Ingo Schmidt Redakteur / Redaktion Westerstede
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